Unterstützung

Beratung für Kinder mit Amputationen

Andrea Vogt-Bolm, Gründerin von Ampukids

Andrea Vogt-Bolm, Gründerin von Ampukids

Foto: Marcelo Hernandez

Der Verein Ampukids hilft seit zehn Jahren Familien, deren Töchter und Söhne Prothesen tragen müssen

Hamburg „Wir sind anders, aber stark.“ Dieses Motto treibt Andrea Vogt-Bolm seit vielen Jahren um! Die Hamburgerin, der selbst in der Kindheit der linke Unterschenkel amputiert wurde, hat vor zehn Jahren den Verein Ampukids, einen Ableger von AmpuVita gegründet. „Wir begleiten Familien, die in einer so schwierigen Situation, wenn eine Amputation bevorsteht, naturgemäß völlig überfordert sind.“

Etwa 70.000 Amputationen gibt es ihren Angaben zufolge pro Jahr in Deutschland, „davon sind etwa 1000 Kinder betroffen“, weiß Vogt-Bolm. Die Gründe sind vielfältig: „Manchmal sind es Infektionen oder Krebserkrankungen, es können aber auch angeborene Gliedmaßenfehlbildungen sein oder Unfälle“, sagt Roland Bertolini, Plastischer Chirurg am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, der den Verein seit 2008 berät und unterstützt.

Nicola Behrent, die im Hamburger Umland lebt, beispielsweise suchte den Kontakt zum Verein, als ihre Tochter Ann-Sophie mit 14 Jahren an Krebs erkrankte. Eine Amputation war unausweichlich, die Familie war verzweifelt. Die Beratung durch den Verein, aber auch der Austausch mit anderen Eltern seien unheimlich wichtig, sagt Nicola Behrent.

Der Verein Ampukids steht aber nicht nur Hamburgern und Norddeutschen zur Verfügung, sondern arbeitet bundesweit. Weil es die Ampukids aber nur in Hamburg gibt, reise sie ständig durch das ganze Bundesgebiet, sagt Andrea Vogt-Bolm. Besonders in der Anfangszeit bräuchten viele betroffene Familien den direkten Kontakt. Oft vermittle sie im Anschluss dann Kontakt zu anderen Betroffenen vor Ort.

Regelmäßig organisiert der Verein auch gemeinsame mehrtägige Treffen. „Die sind unheimlich wichtig für uns alle“, sagt Ortwin Reichl aus Schwerin, dessen Tochter Laura wegen eines Tumors und zahlreichender nachfolgenden Operationen nun mit einer Beinprotese lebt.

Für die Jubiläumsfeier, bei der sich etwa 100 Förderer und Sponsoren sowie Mitglieder trafen, hatte sich Andrea Vogt-Bolm etwas Besonderes ausgedacht. Sie konnte die Tanzpädagogin Daniela Wedhorn gewinnen, die mit einem Dutzend Ampukids in wochenlangen Proben das Tanzprojekt „Sam und die Wundersamenfreunde“ einstudierte. Gemeinsam mit drei Tanz- und Musicalstudentinnen der Lola Rogge Schule, die auch die Kostüme zur Verfügung stellte, und der stageart musical school, schaffte Wedhorn es, ein Ensemble auf Zeit zu formen, bei dem es keine Rolle spielt, wer eine Prothese trägt und wer nicht.

Der Verein trägt sich zu hundert Prozent aus Spenden und wird auch immer wieder vom Abendblatt unterstützt. jes

Hamburg „Wir sind anders, aber stark.“ Dieses Motto treibt Andrea Vogt-Bolm seit vielen Jahren um! Die Hamburgerin, der selbst in der Kindheit der linke Unterschenkel amputiert wurde, hat vor zehn Jahren den Verein Ampukids, einen Ableger von AmpuVita gegründet. „Wir begleiten Familien, die in einer so schwierigen Situation, wenn eine Amputation bevorsteht, naturgemäß völlig überfordert sind.“

Etwa 70.000 Amputationen gibt es ihren Angaben zufolge pro Jahr in Deutschland, „davon sind etwa 1000 Kinder betroffen“, weiß Vogt-Bolm. Die Gründe sind vielfältig: „Manchmal sind es Infektionen oder Krebserkrankungen, es können aber auch angeborene Gliedmaßenfehlbildungen sein oder Unfälle“, sagt Roland Bertolini, Plastischer Chirurg am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, der den Verein seit 2008 berät und unterstützt.

Nicola Behrent, die im Hamburger Umland lebt, beispielsweise suchte den Kontakt zum Verein, als ihre Tochter Ann-Sophie mit 14 Jahren an Krebs erkrankte. Eine Amputation war unausweichlich, die Familie war verzweifelt. Die Beratung durch den Verein, aber auch der Austausch mit anderen Eltern seien unheimlich wichtig, sagt Nicola Behrent.

Der Verein Ampukids steht aber nicht nur Hamburgern und Norddeutschen zur Verfügung, sondern arbeitet bundesweit. Weil es die Ampukids aber nur in Hamburg gibt, reise sie ständig durch das ganze Bundesgebiet, sagt Andrea Vogt-Bolm. Besonders in der Anfangszeit bräuchten viele betroffene Familien den direkten Kontakt. Oft vermittle sie im Anschluss dann Kontakt zu anderen Betroffenen vor Ort.

Regelmäßig organisiert der Verein auch gemeinsame mehrtägige Treffen. „Die sind unheimlich wichtig für uns alle“, sagt Ortwin Reichl aus Schwerin, dessen Tochter Laura wegen eines Tumors und zahlreichender nachfolgenden Operationen nun mit einer Beinprotese lebt.

Für die Jubiläumsfeier, bei der sich etwa 100 Förderer und Sponsoren sowie Mitglieder trafen, hatte sich Andrea Vogt-Bolm etwas Besonderes ausgedacht. Sie konnte die Tanzpädagogin Daniela Wedhorn gewinnen, die mit einem Dutzend Ampukids in wochenlangen Proben das Tanzprojekt „Sam und die Wundersamenfreunde“ einstudierte. Gemeinsam mit drei Tanz- und Musicalstudentinnen der Lola Rogge Schule, die auch die Kostüme zur Verfügung stellte, und der stageart musical school, schaffte Wedhorn es, ein Ensemble auf Zeit zu formen, bei dem es keine Rolle spielt, wer eine Prothese trägt und wer nicht.

Der Verein trägt sich zu hundert Prozent aus Spenden und wird auch immer wieder vom Abendblatt unterstützt. jes

„Wir sind anders, aber stark.“ Dieses Motto treibt Andrea Vogt-Bolm seit vielen Jahren an. Die Hamburgerin, der selbst in der Kindheit der linke Unterschenkel amputiert wurde, hat vor zehn Jahren den Verein Ampukids, einen Ableger von AmpuVita, gegründet, der von Amputationen Betroffene berät. „Wir begleiten Familien, die in einer so schwierigen Situation, wenn eine Amputation bevorsteht, naturgemäß völlig überfordert sind“, sagt die 55-Jährige. Am Sonntag feierte der Verein mit rund 100 Förderern und Sponsoren sowie Vereinsmitgliedern sein Jubiläum.

Etwa 70.000 Amputationen gibt es laut Andrea Vogt-Bolm pro Jahr in Deutschland, „davon sind etwa 1000 Kinder betroffen“. Die Gründe sind vielfältig: „Manchmal sind es Infektionen oder Krebserkrankungen, es können aber auch angeborene Gliedmaßenfehlbildungen sein oder Unfälle“, sagt Roland Bertolini, plastischer Chirurg am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, der den Verein seit 2008 berät und unterstützt.

Nicola Behrent, die im Hamburger Umland lebt, suchte den Kontakt zum Verein, als ihre Tochter Ann-Sophie mit 14 Jahren an Krebs erkrankte. Eine Amputation war unausweichlich, die Familie war verzweifelt. „Die Beratung durch den Verein, aber auch der Austausch mit anderen Eltern ist sehr wichtig“, sagt Nicola Behrent.

Der Verein Ampukids, der sich aus Spenden trägt und auch vom Abendblatt-Verein „Kinder helfen Kindern“ seit vielen Jahren unterstützt wird, hilft nicht nur Hamburgern und Norddeutschen, sondern arbeitet bundesweit.

Weil es die Ampukids aber nur in Hamburg gibt, reise sie ständig durch das gesamte Bundesgebiet, sagt Andrea Vogt-Bolm. Besonders in der Anfangszeit bräuchten viele betroffene Familien den direkten Kontakt. Oft vermittle sie aber im Anschluss Kontakte zu anderen Betroffenen vor Ort.

Regelmäßig organisiert der Verein auch gemeinsame mehrtägige Treffen. „Die sind unheimlich wichtig für uns alle“, sagt Ortwin Reichl aus Schwerin, dessen Tochter Laura wegen eines Tumors und zahlreichen Operationen nun mit einer Beinprothese lebt. Zu wissen, dass man nicht alleine sei, sich gegenseitig zu stärken, das schafften diese Begegnungen, sagt der dreifache Vater Reichl.

Für die Jubiläumsfeier hatte sich Andrea Vogt-Bolm etwas Besonderes ausgedacht. Sie konnte die Tanzpädagogin Daniela Wedhorn gewinnen, die mit einem Dutzend Ampukids in wochenlangen Proben das Tanzprojekt „Sam und die Wundersamenfreunde“ einstudierte. Gemeinsam mit drei Tanz- und Musicalstudentinnen der stageart musical school und der Lola Rogge Schule, die auch die Kostüme zur Verfügung stellte, gelang es Wedhorn, ein tolles Ensemble zu formen, bei dem es keine Rolle spielt, wer eine Prothese trägt und wer nicht.