Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Eine Schulbegleitung für Kinder mit Behinderung ist großartig, denn dank dieser Helfer können sie am normalen Schulleben teilhaben

Sicher gibt es bei der Inklusion noch viel zu tun, aber letztendlich ist es doch oftmals ein Segen für Menschen mit Behinderung, in Deutschland aufzuwachsen, da es hier viele Hilfen gibt, die in anderen Ländern nicht bezahlt werden. So ist die Möglichkeit einer Schulbegleitung für Kinder (siehe Artikel) grundsätzlich großartig, auch wenn es da immer wieder Probleme gibt, weil es nicht genügend Schulbegleiter – vor allem zu wenige mit besonderer Qualifikation – gibt und etliche diese Arbeit vor Schuljahrs­ende aufgeben. Aber zumindest ermöglichen diese Helfer derzeit vielen Schulkindern mit Behinderung eine Teilnahme am normalen Schulleben.

Ich habe die Schulbegleitung eines autistischen Kindes sehr positiv miterlebt. Der hochbegabte, jedoch sehr aggressive Junge wurde in seinen ersten beiden Schuljahren durch seinen Begleiter emotional und auch körperlich immer wieder eingefangen. Das war für den Jungen und den Klassenverband wichtig, welchen er ohne Begleiter vermutlich gesprengt hätte. So hatte dieser Junge eine echte Chance, sich zu integrieren.

Inzwischen kommt er seit Jahren alleine in die Schule und gehört zu den beliebtesten Schülern seiner Klasse. Auch wenn es ihm anfangs etwas peinlich war, immer einen Begleiter zu haben, ist er heute sehr dankbar für diese Möglichkeit.