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Warum sind manche Pilze giftig?

Spätsommerzeit ist Pilzzeit. Dann schießen die Pfifferlinge, Champignons und Steinpilze beinahe über Nacht aus dem Boden. Pilzsammler machen sich auf in die Wälder, um dort die leckeren Knollen zu suchen und zu ernten. Doch Vorsicht! Der Unterschied zwischen genießbar und giftig ist nicht immer eindeutig zu bestimmen. Es gehört viel Wissen dazu, damit man als Sammler nicht versehentlich giftige Exemplare mit nach Hause nimmt.

Warum manche Pilze auch nach dem Kochen giftig bleiben, weiß man nicht genau. Aber wenn sie giftig sind, dann sollen die Giftstoffe Feinde abhalten. Damit sind nicht die Menschen gemeint, die sie suchen, um sie zu kochen oder zu braten, sondern Tiere und Kleinstlebewesen, die sich von Pilzen ernähren. Das Gift ist als Schutzschild gegen Fressfeinde in der Evolution entstanden. Anfängern empfiehlt sich daher die Teilnahme an geführten Pilzexkursionen, wie sie von Volkshochschulen, Naturschutzverbänden wie dem Nabu oder Umweltämtern angeboten werden. Hier werden bei mehrstündigen Spaziergängen bekannte Speise- und Giftpilze vorgestellt.

Einen Pilz erkennen aber selbst die ungeübten Sammler sofort: Der hochgiftige Fliegenpilz ist an seinen Flocken auf seinem roten und manchmal auch orangefarbenen Hut (Oberteil des Pilzes) eindeutig zu identifizieren. Der weiße Stiel ist an der Basis knollenartig verdickt und am Grund buschig. Fliegenpilze gedeihen hauptsächlich im September und Oktober. Dieser Giftpilz kommt meist unter Birken und Fichten vor. Es gilt: Finger weg vom Fliegenpilz!