Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Vielen unseren Antragstellern rate ich, in Sozialkaufhäuser zu gehen. Dort gibt es günstige Ware und sie bilden oft Jugendliche aus

Wir bekommen viele Anfragen von bedürftigen Hamburgern für den Neukauf von Möbeln, Kleidung und Matratzen. Denn das Jobcenter zahlt nur die Erstausstattung einer Wohnung, doch gerade bei einer Trennung, einem Umzug oder sehr alten Möbeln muss eben manches doch neu angeschafft werden. Bei Matratzen sehe ich ein, dass sie neu sein sollten, sie müssen individuell passen. Aber bei Möbeln und Kleidung verweisen wir unsere Antragsteller gern auf die Sozialkaufhäuser in der Stadt. Oft werden sie dort fündig, und ich bezahle gern die Transportkosten.

Es gibt diese Sozialkaufhäuser in etlichen finanzschwachen Stadtteilen, und wir haben auf dieser Seite auch schon einige vorgestellt. Es gibt sogar ein Kaufhaus für gebrauchte Computer. Diese Projekte haben oft einen doppelten Nutzwert. Denn nicht nur Bedürftige finden in diesen Läden oft Neuwertiges für wenig Geld, sondern sie sind meistens auch Arbeitgeber für Langzeitarbeitslose oder Ausbilder für schwer vermittelbare Jugendliche (siehe Artikel). Auch bei Renovierungsanfragen, die uns erreichen, verweise ich gern auf das soziale Beschäftigungsprojekt „Mook wat“, das speziell Menschen mit geringem Einkommen hilft und selber auch Arbeitslose beschäftigt. Denn so profitieren viel mehr Menschen von Ihren Spenden.