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Was wird eigentlich auf der A 7 gebaut?

Mit 948 Kilometern von Flensburg bis zum bayerischen Füssen ist die A 7 Deutschlands längste Autobahn. Und für Norddeutschland auch die wichtigste, vor allem als Hauptroute von Hamburg nach Skandinavien.

In Hamburg und Schleswig-Holstein wurde sie vor mehr als 40 Jahren in Teilstücken gebaut und eingeweiht. Für manche Teile von Hamburg, zum Beispiele Schnelsen, Stellingen und Bahrenfeld, stellte sie im wahrsten Sinne des Wortes einen tiefen Einschnitt dar. Dort verläuft die A 7 in einem breiten, tiefen Graben, der die Stadtteile plötzlich teilte. Man musste fortan immer eine Brücke benutzen, um von einem Teil des Viertels in einen anderen zu gelangen.

Heute ist die A 7 in Hamburg und Schleswig-Holstein eine riesige Baustelle. Man macht zwei Dinge: Erstens wird sie verbreitert, weil ja die Zahl der Autos in den letzten 40 Jahren enorm gestiegen ist. In Hamburg gibt es in Zukunft vier statt drei, in Schleswig-Holstein drei statt zwei Fahrspuren in jede Richtung.

Und – zweitens – baut man in den oben genannten Stadtteilen Betondeckel über die A 7, sodass die Autos demnächst wie in einem Tunnel fahren. Das muss man machen, weil die Vorschriften zum Lärmschutz seit den 1970er-Jahren sehr verschärft wurden. Und aus einem Tunnel dringen ja kaum noch Geräusche von den mehr als 100.000 Autos, die da jeden Tag unterwegs sind. Aber man erreicht noch mehr: dass nämlich der breite, tiefe Graben durch die Stadtteile plötzlich weg ist. Auf dem Deckel werden Grünanlagen und Spielplätze entstehen.

( han )