Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Pate zu sein ist herausfordernd und auch anstrengend, aber gleichzeitig ist es eine großartige Erfahrung. Ich kann jedem dazu raten

Auf der Mensch-Seite berichte ich immer wieder gerne über Mentoren-Projekte, von denen es in der Metropolregion inzwischen recht viele gibt, meistens organisiert von Vereinen oder Stiftungen. Das Tolle ist, dass sich in diesen Paten-Programmen alle Alters- und Berufsgruppen engagieren. Es gibt Studenten, die Flüchtlinge auf ihrem Lebensweg begleiten, Berufstätige, die Schulabgängern Praktika vermitteln, Senioren, die leseschwachen Schülern vorlesen oder sie in die Kunst und Kultur der Stadt einführen – wie das Ehepaar beim Michel-Projekt (siehe Text).

Auch mein Mann und ich kümmern uns seit einiger Zeit um einen unbegleiteten Flüchtlingsjungen – für beide Seiten ist das sehr bereichernd. Er hat durch uns etwas Familienanschluss und Wärme, denn er hat keinen Kontakt zu seinen Eltern, und wir erhalten durch ihn tiefe Einblicke in eine andere Kultur, aber auch in die bedrückenden Umstände seiner Lebensgeschichte. Pate zu sein ist herausfordernd und auch mal anstrengend, aber gleichzeitig ist es eine großartige Erfahrung. Denn man kann für einen jungen Menschen einen Unterschied machen, ihn ein Stück weit begleiten und ihm helfen, auf einen guten Weg zu kommen.

Wenn Sie Lust haben, Pate zu werden, können Sie sich an mich wenden, ich vermittele Sie gern weiter.