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Mein perfekter Sonntag

9 Uhr Von ganz allein wach werden – sich ausgeschlafen fühlen und froh und ein wenig stolz auf sich sein, weil man den Sonnabend nicht mit Drinks und Vogelzwitschern beendet hat.


9.30 Uhr Die gewonnene Energie stecke ich direkt in einen Acht-Kilometer-Stadtpark-Lauf mit meinem Hund Toni und wandle sie in pure Entspanntheit um. Um diese Uhrzeit fühlt man sich dort manchmal wie auf dem Lande, die Ohrstöpsel und den iPod lasse ich zu Hause, die Geräusche des Waldes und das beruhigende Trampeln und Hecheln meines treuen Gefährten sind die beste Jogging-Begleitung.


11 Uhr Frisch geduscht folgt ein ausgiebiges Frühstück zu zweit. Frischer ­O-Saft, Joghurt mit Müsli, Obst und Nüssen und danach Cappuccino und Schoko-Croissant für das Genießerherz.


13 Uhr Ich relaxe noch ein wenig in der Sonne und versorge mich auf dem iPad mit allen News des internationalen Fußballs. Dann stöbere ich im Internet nach dem perfekten Grundstück für das geplante Strandhaus. Dazu entspannte, handgemachte Musik aufs Ohr.


14 Uhr Der Sonntag ist einfach Naturtag – also geht’s bei sommerlichsten Temperaturen Richtung Blankenese an das Falkensteiner Ufer. Ein Sandstrand wie im Süden, aber längst nicht so voll wie in Rimini. Ein Super-Containerfrachter schippert quasi eine Armlänge entfernt vorbei gen China, die Hafenkräne stehen am Horizont, und die Apfelbäume des Alten Landes scheinen einem zuzuwinken. Heimatgefühle und Fernweh verschmelzen hier zu einem unvergesslichen Gemisch, das für einen „Kurzurlaub“ immer wiederkehren lässt.


18 Uhr Auf dem Rückweg wird in der Strandperle oder in der Großen Elbstraße haltgemacht, wo es den besten Hamburger Pannfisch gibt. Dazu ein kühles Elbler – mehr geht nicht!


19.30 Uhr Boxenstopp im Grindelviertel. Im La Veneziana gibt es das beste italienische Eis der Stadt. Vanille, Tiramisu und irgendwas mit Nüssen – dazu wie schon als kleiner Junge am liebsten eine große Portion Schokostreusel. Das ist nicht retro, das ist lecker!


20 Uhr Anpfiff zum EM-Traum-Finale Deutschland–Frankreich. Die Getränke kühl, die besten Freunde auf der Dachterrasse vereint. Gute Gespräche und ein spannendes Spiel bei Bio-Grillgut.


23 Uhr Der aktuelle Schmöker „Sturmwarnung“ ist das beste Schlafmittel. Am Ende des Tages in eine komplett andere Welt einzutauchen tut mir gut. Ich lasse meine Gedanken eine Weile schweifen, lege dann das Buch beiseite und schlafe zufrieden mit der Welt ein.


1.30 Uhr Kurz aufwachen und die nächste Geschäftsidee für unsere Firma ins Notizbuch am Nachttisch schreiben.