Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Leider sind viele noch nicht daran gewöhnt, Behinderten im Alltag zu begegnen, deswegen sind Plädoyers für Inklusion so wichtig

Als ich diesen großartigen Artikel von Janna Grollmus las, wusste ich sofort, dass ich ihn auf meiner Seite abdrucken möchte. Denn diese junge Frau hat das Leben mit ihrem behinderten Bruder Florian so authentisch beschrieben, wie das kein Journalist könnte. Ihr Plädoyer für eine offenere Gesellschaft und damit für die Inklusion ist sehr überzeugend. Und ich finde gut, dass sie paar einfache Anweisungen gegeben hat, wie Menschen mit Behinderungen nicht behandelt werden möchten: Als Schauobjekte, die man ungeniert anstarren darf.

Natürlich habe auch ich mich schon dabei erwischt, dass ich gestarrt habe, wenn sich Menschen unnormal benommen haben, auch meine Kinder konnte ich früher nur schwer davon abhalten, auffällig zu schauen. Leider sind viele von uns immer noch nicht daran gewöhnt, Menschen mit Behinderungen im Alltag zu begegnen. Doch zum Glück gibt es immer mehr inklusive Wohnprojekte. Bei uns in der Nähe wohnen seit einiger Zeit geistig Behinderte und ich freue mich immer, wenn ich ein paar von ihnen beim Einkaufen sehe.

Denn das ist die Zukunft, eine inklusive Gesellschaft, und ich freue mich, wenn sich viele Jannas Plädoyer zu Herzen nehmen.