Hamm

HT16 erhält für 10,5 Millionen Euro ein neues Zuhause

Hamm.  Der HT16-Sportkomplex am Sievekingdamm in Hamm ist in die Jahre gekommen, der Sanierungsstau der 1959 errichteten Anlagen augenfällig. 4,6 Millionen Euro sollte die Instandsetzung kosten, schätzte das Architektenbüro Mevius & Mörker. Der neue Geschäftsführer Andreas Wolff fahndete 2012 vergeblich nach Kreditgebern. Jetzt ist die Lösung gefunden: Statt saniert wird neu gebaut, sogar ein komplettes Quartier soll oberhalb der U-Bahn-Haltestelle Burgstraße entstehen. Wolff: „Wir geben eine alte Fläche auf und erhalten eine neue.“

Die HT16 errichtet schräg gegenüber ihrer heutigen Gebäude auf der bisherigen Grünfläche einen vierstöckigen Sportkomplex inklusive einer 14 Meter hohen Kletterhalle und einer Tagesstätte für 90 Kinder. Die benachbarte Ganztagsgrundschule Hohe Landwehr freut sich über eine erweiterte Einfeldhalle (auch für den Vereinssport), auf dem jetzigen Parkplatz wird ein siebenstöckiges Gebäude errichtet. Dort sollen der Kulturladen Hamm und das im Stadtteil beliebte Theater Sprechwerk einziehen, zudem sind Arztpraxen und Büroräume geplant.

Das alte Sportzentrum wird Anfang 2018 abgerissen, auf dem Gelände werden 130 Mietwohnungen entstehen, 30 Prozent im sozialen Wohnungsbau gefördert. Mit dem Bau des Sportkomplexes wird im Juli begonnen, im Herbst 2017 soll die HT16 ihr neues Zuhause beziehen. Das Sportzentrum kostet 10,47 Millionen Euro, die Stadt schießt 6,625 Millionen Euro zu – und muss dennoch kaum etwas dazuzahlen.

Aus dem Erlös des Verkaufs des Grundstücks des alten HT16-Geländes an die ortsansässige Vermögensverwaltungsgesellschaft Roggenbuck fließen 4,2 Millionen Euro an Bauleistungen in das neue Sportzentrum, die Kinderkrippenplätze werden mit 875.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert, das Sondervermögen Schulimmobilien zahlt 1,4 Millionen für die Sporthalle, der Hamburger Sportbund unterstützt das Projekt mit 700.000 Euro, weitere 100.000 kommen aus dem Sportstättensanierungsfonds der Stadt. Für die restlichen rund drei Millionen Euro gibt die Investitions- und Förderbank Hamburg der HT16 einen Kredit, für den die Stadt bürgt. Der Verein muss ihn über 20 Jahre zurückzahlen.