Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: HA / A.Laible

Familie Ercan erlebt seit 17 Jahren einen Albtraum, ihre Tochter Hilal ist seither verschwunden. Zum Glück gibt es den Weißen Ring.

Alle Eltern kennen die schrecklichen Momente, wenn die eigenen kleinen Kinder für kurze Zeit verschwunden sind. Ich erinnere mich bis heute daran, wie mein Jüngster auf einem Marktplatz voller Menschen plötzlich weg war. Er war vier Jahre alt. Ich suchte ihn panisch und ging ungefähr zehn Minuten lang durch die Hölle. Ich malte mir aus, was dem Kleinen zugestoßen sein könnte. Dann fand ihn ich wieder, er hatte sich auf einem Spielplatz in der Nähe versteckt.

Aber das waren nur wenigen Minuten der Angst um das Kind – diesen Albtraum erlebt die Familie Ercan seit gut 17 Jahren. Wie vielen Hamburgern hat sich mir die Erinnerung an das Bild ihrer kleinen Tochter Hilal ins Gedächtnis gebrannt.

Die Entführung eines Kindes ist mit das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Bei Familie Ercan kommt hinzu, dass ihre Tochter bis heute verschwunden ist und sie damit nicht abschließen können, es gibt kein Grab, an dem sie trauern können.

Aber ich bin froh, dass es den Weißen Ring gibt, der diese Familie von Beginn an intensiv begleitet und unterstützt. Auch wir werden hier helfen, um wenigstens finanzielle Sorgen von den Schultern der Eltern zu nehmen.