Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Es gibt Termine, die lange nachwirken, wie der beim Musiktherapie-Projekt Soulwriting mit trauernden Kindern und Jugendlichen

Es gibt Termine, die lange nachwirken. Das ging mir beim „Soulwriting“ (siehe Text links) so. Dort saß ich in der Runde mit all diesen Kindern und Jugendlichen, denen die Trauer zum Teil ins Gesicht geschrieben war. Einige haben Vater oder Mutter verloren, ein Junge, der seit dem Tod seiner Mutter in einer Wohngruppe lebt, sagte: „Ich wünsche mir so sehr eine Familie.“ Es war kurz vor Weihnachten und er schaute mit Sorgen auf das Fest.

Das sind Momente, in denen man am liebsten sofort sicherstellen möchte, dass dieser Junge ein glückliches Leben führen wird. Das kann ich natürlich nicht, und deswegen bin ich froh, dass er sich zumindest während dieses Musik-Therapieprojekts ausleben kann.

Denn die Stunde Soulwriting tat ihm und den anderen Teilnehmern sichtlich gut. Nach anfänglicher Unsicherheit spürten sie die Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die sie trug und in der sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen konnten.

Der Verein „Kinder helfen Kindern“ wird dieses Jahr das Projekt Soulwriting unterstützen, denn hierbei konnte ich mich persönlich überzeugen, dass es
bei der seelischen Heilung der
Kinder und
Jugendlichen hilft.