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Mein perfekter Sonntag

7 Uhr Sonnenstrahlen wecken mich auf. Solange meine beiden Töchter noch schlafen, lese ich Nachrichten, in der Hoffnung auf positive Entwicklungen für Frieden und Ökologie. Leider gibt es wenig gute Neuigkeiten. Also setze ich mich aufs Rad und fahre zur Effenberger Vollkornbäckerei am Dammtor, um frisch gebackene Brötchen zu besorgen.


8.30 Uhr Gemeinsames vitaminreiches Familienfrühstück mit Bio-Obst, köstlichen Brötchen und selbst gemachtem Honig von Verwandten. Familiengespräche über die kommende Woche und natürlich die Planung dieses Sonntags: Alster, Elbe oder Niendorfer Gehege?


10 Uhr Wir entscheiden uns zunächst für den Gottesdienst im Michel. Es ist ein wunderbares Gefühl, in dieser ehrwürdigen Barockkirche Lieder in der Gemeinschaft zu singen und eine gute Predigt über solidarisches Handeln über Kulturen hinweg zu hören. Anschließend besteigen wir den Turm des Michel und genießen den Rundumblick über das schöne Hamburg – unsere Perle. Ich sehe das imposante Rathaus und denke vorfreudig an unsere Preisfeier des Future Policy Awards – des „Oscars für gute Gesetze“ –, die am 8. Dezember unter der Schirmherrschaft von Olaf Scholz an diesem besonderen Ort stattfinden wird.


12.45 Uhr Wir nehmen an den Landungsbrücken die Fähre nach Övelgönne und gehen an der Elbe spazieren. Gute Freunde erwarten uns bereits in der Strandperle, und wir essen gemütlich in Decken eingemummelt eine Kleinigkeit. „Wie schön, dass Hamburg so viel Wasser, Grünflächen und Natur zu bieten hat“, denke ich und genieße den Blick auf ein vorüberziehendes Containerschiff.


16 Uhr Wieder zu Hause. Während die Kinder lesen oder musizieren, antworte ich auf eine E-Mail von meinem Vorstandskollegen und Gründer des Alternativen Nobelpreises, Jakob von Uexküll. Eigentlich sollte man am Wochenende ja nicht arbeiten, aber meine Arbeit ist für mich eben mehr als nur Job.


17.30 Uhr Meine Eltern aus Tübingen kommen zu Besuch, um die Pläne für die gemeinsamen Weihnachtstage mit uns zu besprechen. Ich serviere ein vegetarisches Abendessen aus dem neuesten Rezeptbuch von Sarah Wiener. Aber von einem fleischlosen Heiligabend kann ich den Rest leider dennoch nicht überzeugen.


18.30 Uhr Meine beiden Schwestern kommen dazu, und wir brechen gemeinsam zu einer Vorpremiere des Musicals „Aladdin“ auf. Wir bewundern besonders Enrico de Pieri, der den Dschinni singt und ein Gesangskollege meiner Schwester ist, die ebenfalls öfter auf der Bühne steht. 1001 Nacht in Hamburg. Einfach wunderschön!


22.30 Uhr Schnell nach Hause und die Mädchen mit einem Gute-Nacht-Kuss ins Bett bringen. Anschließend packe ich. Am nächsten Tag geht es für ein paar Tage nach New York ins Hauptquartier der Vereinten Nationen, wo ich über die Arbeit des World Future Councils berichten werde. Dann heißt es schlafen. Um sechs Uhr klingelt schließlich der Wecker.