Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Über die Vorteile des Freiwilligen Sozialen Jahres

Ich kann es gut verstehen, dass es für Jugendliche schwierig ist, sich nach der Schule für eine Ausbildung oder ein Studium zu entscheiden. Manche müssen aber auch Wartefristen überbrücken und suchen dann nach einer sinnvollen Beschäftigung.

Deswegen finde ich die Einrichtung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) so wunderbar. Denn dabei geht es nicht einfach ums Jobben, sondern junge Menschen können sich in Bereichen ausprobieren, die in ihrem künftigen Berufsfeld liegen, oder sie können auch mal etwas völlig anderes machen. Sich ein Jahr lang um behinderte, alte Menschen oder kleine Kinder zu kümmern fördert sicher Verantwortungsbewusstsein und Toleranz, aber vor allem auch die Persönlichkeitsentwicklung. Viele Jugendliche drehen sich nur um sich selbst, und ich finde es gut, wenn sie dann bewusst auf die Bedürfnisse anderer achten müssen.

Und für abenteuerlustige Jugendliche gibt es Angebote für ein FSJ im Ausland. Spannend ist dort sicher der Entwicklungsdienst, denn anders als ein Au-pair arbeitet man oft in Projekten mit vielen Menschen zusammen und baut etwas gemeinsam mit ihnen auf. Das sind Erfahrungen, von denen man ein Leben lang zehren kann.