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Mein perfekter Sonntag

8 Uhr Auch am Sonntag stehen wir gerne früh auf. Meine Frau und ich trinken in aller Ruhe einen Earl Grey von Chaja Tea. Danach hole ich mit Lotta, unserer anderthalb Jahre alten Kurzhaarigen Ungarischen Vorstehhündin, beim Hanse Bäcker Junge um die Ecke frische Brötchen, Croissants und Zeitungen, um dann ausgiebig zu frühstücken.


10 Uhr Ich nehme mir viel Zeit, um den Finanzteil der „Welt am Sonntag“ und der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ zu studieren, aktuelle Trends und Entwicklungen zu erfassen. Irgendwann steht auch unsere jüngste Tochter auf. Dann wird zum zweiten Mal gefrühstückt, und sie erzählt, was gerade so los ist in der Schule und beim Hockey.


12 Uhr Spaziergang an der Alster: Unter der Woche schaffe ich es selten, ausgiebig mit Lotta spazieren zu gehen. Am Sonntag genieße ich es, ohne Zeitdruck mit meiner Frau und dem Hund durch Hamburg zu laufen und nebenbei nach interessanten Neubauprojekten oder auch ganzen Quartieren Ausschau zu halten. Ich interessiere mich sehr für die gestalterischen Details, die das Objekt aus stadtplanerischer Sicht, also für den Bürger attraktiv machen. Diesen Blick stelle ich auch am Wochenende nicht ein. Das ist meine Leidenschaft!


14 Uhr Wir kehren bei unserem Lieblingsitaliener Da Mario in Pöseldorf ein. Ich liebe Pasta mit Meeresfrüchten und ein schönes Glas Rotwein dazu. Wir sitzen dann häufig lange zusammen – zu zweit oder mit Freunden, reden über Gott und die Welt, manchmal über Politik, aber nie über Bürothemen. Regelmäßig besuchen wir am Nachmittag auch meine Mutter oder begleiten unsere Jüngste auf den Hockeyplatz.


17 Uhr Schön ist es immer, wenn wir eine der beiden älteren Töchter aus München oder Köln über das Wochenende zu Besuch haben. Meist müssen wir sie spätestens dann wieder verabschieden. Ansonsten ist der Sonntagnachmittag immer ein guter Moment, um in Ruhe mit ihnen zu telefonieren. Die mittlere studiert Modemanagement, und wir freuen uns über ihre Berichte vom Studium und aus München. Schließlich haben wir dort vier Jahre gelebt.


18 Uhr Wenn ich tagsüber nicht im Büro war, nutze ich die Ruhe gerne für konzeptionelle Themen und um mich auf die kommende Woche vorzubereiten. Welche Eindrücke nehme ich mit? Habe ich Baulücken und Reserven für Investments entdeckt? Welche Grundrisse und Ausstattungsdetails kann ich bei unseren Projekten optimieren?


20 Uhr Der Abend gehört ganz der Familie, wir schauen entweder „Tatort“ oder sitzen gemeinsam in unserer Wohnküche – lesen und hören Musik.


22 Uhr Da ich montags die ersten Meetings oft bereits um acht habe, gehe ich gern früh ins Bett. Allzu oft schaffe ich das aber nicht; aktuell fesselt mich die Biografie von Berthold Beitz.