Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe LeserLiebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Über die Bedeutung von guter Nachbarschaft

Nachbarschaftsstreitigkeiten ge­hören zum Dauerthema vor deutschen Gerichten, sind Inhalt von Anekdoten und Geschichten. Dabei ist es so schön, nette Nachbarn zu haben. Mit ihnen kann man klönen, kann ihnen den Schlüssel und die Pflege der Pflanzen im Urlaub überlassen, kann sich gegenseitig helfen. Allerdings gehört zum Erhalt des guten Klimas etwas Rücksichtnahme, Kompromissfähigkeit und vielleicht auch der eine oder andere gute Schluck Rotwein.

In Hamburg ist eine gute und lebendige Nachbarschaft so wichtig, weil sie sich aus der Anonymität, die die Großstadt oft mit sich bringt, heraushebt. Erfreulicherweise wird die Nachbarschaft bei neuen Stadtteilprojekten immer häufiger mit einbezogen. Es gibt Treffpunkte und Gemeinschaftsräume für die nahen Stadtteil-Bewohner. Und oft feiern unterschiedliche Kulturen und Generationen zusammen. Das bringt mit sich, dass man mehr auf­einander achtet und vielleicht auch mehr Verständnis füreinander aufbringt. Gerade für Ältere, die alleine sind oder deren Kinder weit weg wohnen, sind solche Treffs eine großartige Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen oder vielleicht sogar zum Großeltern-Ersatz für Nachbarskinder zu werden.