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Mein perfekter Sonntag

5.30 Uhr Zeit zum Aufstehen. In der Saison gibt es für mich keinen klassischen Sonntag mit Ausschlafen und viel Faulenzen. Der Sonntag ist für mich dann einer von sieben Arbeitstagen in der Woche – was nicht bedeutet, dass er nicht perfekt sein kann. Schließlich liebe ich, was ich tue.


6 Uhr Ich schaue auf den Feldern vorbei, wo gerade die Erd- und Himbeeren gepflückt werden, die heute in den Verkauf gehen. Es ist mir wichtig, die Qualität direkt auf den Feldern zu prüfen. Schließlich stehe ich mit meinem Namen dafür.


7.30 Uhr Meine wunderbare Frau Lisa hat bereits Frühstück gemacht. Ich mag es klassisch-süß. Kaffee mit Milch, Brötchen, Honig und – natürlich – Erdbeermarmelade. Mein Mitarbeiter Albers isst mit uns, und so dreht sich das Gespräch auch hier schnell um unsere roten Früchte. Man muss schon ein bisschen verrückt sein im Saisongeschäft. In dieser Zeit wird man fast selbst zur Erdbeere.


8.15 Uhr Ab ins Büro. Ich nutze die Ruhe des Sonntags, um mich ein wenig zu strukturieren und Dinge zu erledigen, die unter der Woche zu kurz gekommen sind.


10 Uhr Jetzt schaue ich auf den übrigen Feldern vorbei, um die Bestände zu checken. Was wird bald reif? Wo muss Unkraut beseitigt werden?


12.30 Uhr Mittagessen mit meiner Frau. Sie kocht ganz hervorragend. Das Beste ist aber das Dessert. Natürlich Erdbeeren. Aber diesmal nicht pur, sondern mit Vanillesoße. Mein persönlicher Favorit!


13.30 Uhr Zeit für mein Nickerchen. Diese 30 Minuten gehören zu meiner Routine. Anschließend lese ich ein wenig, um auf dem neuesten Stand zu sein. Erst Zeitungen, dann Fachmagazine über Landwirtschaft und – meine zweite große Leidenschaft – Pferdesport.


15.30 Uhr Ich schaue im Restaurant Glantz & Gloria und in der Erdbeer-Lounge vorbei und klöne etwas mit den Gästen. Gesicht zeigen – auch das gehört zum Geschäft und macht außerdem sehr viel Spaß.


16.30 Uhr Ich gehe zum Stall. Gemeinsam mit meinem Freund und Kollegen Wulf-Hinrich Hamann betreibe ich ein eigenes Gestüt. 30 Jahre war ich selbst als Amateur-Springreiter aktiv. Ich statte den Tieren einen Besuch ab und beobachte das Training mit einem der Turnierpferde.


19 Uhr Nach einem kurzen Abstecher ins Büro, um noch mal nach dem Rechten zu sehen und Mails zu checken, ist endlich Feierabend. Wir machen Abendbrot und setzen uns anschließend ins Wohnzimmer. Wenn nicht gerade eine spannende historische Doku auf Arte oder Phoenix läuft, lesen wir. Ich liebe Biografien, aktuell die über Versandkaufmann und Dressurreiter Josef Neckermann. Spätestens um zehn geht es ins Bett. Der Wecker klingelt schließlich wieder sehr früh.