Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Mit pubertierenden Kindern in den Tierpark Hagenbeck zu gehen, ist eine Herausforderung, die aber dann doch allen Spaß macht

Als unsere Kinder noch klein waren, sind wir regelmäßig in den Tierpark Hagenbeck gegangen. Damals waren die Jungs kaum von den Elefanten, Löwen und vor allem den Pavianen wegzubewegen. Dann ließ das Interesse nach und wir waren ewig nicht mehr im Zoo.

Überhaupt wird es mit fortlaufender Pubertät ja auch zunehmend schwieriger, Aktivitäten zu finden, die allen Familienmitgliedern Spaß machen. Deswegen war mein Vorschlag: Wir gehen Sonntag zu Hagenbeck. Proteste nach dem Motto: ist nur was für Babys, Smartphones sind spannender als Tiere, wurden von uns Eltern ignoriert. Wir gingen in den Zoo.

Und es war toll, fanden wir Erwachsenen. Zu dem Elefantenbaby sind wir hin, die Affen waren Pflicht und wir bewunderten die Haie, während unsere Söhne philosophierten, welche Angel man für diese Raubfische wohl bräuchte. Während wir Eltern noch unbedingt ins Eismeer wollten, waren die Jungs schon am Quengeln. Bis wir zu den Walrössern kamen, die uns durch eine große Scheibe unter Wasser beobachteten. Auge in Auge mit einem Giganten, das fand selbst der Große beeindruckend – und in dem Moment sogar spannender als sein Smartphone.

Ihre Sabine Tesche