Kolumne

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Sabine Tesche

Sabine Tesche

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Crowdfunding ist einer neuer Trend, um soziale und kulturelle Projekte zu finanzieren. So hat auch die Band Ticos Orchester ihre CD produzieren können

Während wir auf noch ganz traditionellem Weg für unsere Projekte und Einzelschicksale um Spenden bitten, begegnen mir nun häufiger Initiativen, die sich über sogenanntes Crowdfunding finanzieren. Das heißt, die Initiatoren stellen im Internet ihr Anliegen vor und bitten um Spenden, um es zu finanzieren. Der Zweck ist dabei ganz unterschiedlich, es gibt soziale Projekte, doch zunehmend auch kulturelle, die dadurch möglich werden. So habe ich letztens eine CD zugeschickt bekommen von einer Band namens Ticos Orchester, die ich Jahre zuvor erlebt hatte und schon damals großartig fand. Nun hätten sie endlich dank Crowd­funding dieses Album „Wir sind hier“ produzieren können, schrieb mir der Bandleader Tico, ich solle doch mal reinhören. Das tat ich zu Hause und fand diese Mischung aus Folk-, Rock- und Balkan-Pop erneut wunderbar. Da kam mein 14 Jahre alter Sohn ins Zimmer, und anstatt wie sonst angesichts meines Musikgeschmacks das Gesicht zu verziehen, wippte er auf und ab und sagte: „Coole Musik.“

Da dachte ich, dass das Crowdfunding offenbar nicht nur neue Spendergruppen generiert, sondern auch zum Familienfrieden beitragen kann. Hören Sie doch auch mal in die CD rein.