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Mein perfekter Sonntag

8.30 Uhr Aufstehen! Die Katze starrt mich wach und schnurrt. Kleine Streicheleinheit, dann knurrt auch schon der Magen. Meine Freundin und ich stehen auf, füttern die Katze und machen einen kleinen Spaziergang zum Bäcker. Danach wird ausgiebig gefrühstückt mit frischem Baguette, leckeren Marmeladen und wahlweise grünem Tee aus der kleinen japanischen Teekanne Kyusu oder Kaffee von Mr. Hoban. Mit ein wenig Glück ist auch noch ein kaltgepresster Saft von L.A. Coldpress im Kühlschrank, dann ist das Frühstück perfekt.


10 Uhr Die Sonne scheint, und obwohl es Sonntag ist, werden wir heute in unser Büro fahren, denn dort stehen unsere Bienen auf dem Dach, und die Sitzsäcke warten auf uns. Schnell noch ein bisschen Lektüre eingepackt, denn in den kommenden Stunden werden wir sitzen und beobachten, was die kleinen fleißigen Bienchen so machen.

Es riecht nach Honig und Propolis (auch Bienenharz oder -leim genannt), und man hört ein lautes Summen. Diese Fluglochbeobachtung hat für mich eine entspannende Wirkung, es ist sehr meditativ. Wir trinken den zweiten Kaffee oder Tee und lesen. Wenn es Zeit für eine Durchsicht der Bienen ist (alle zehn Tage), schauen wir sowohl in den Brut- als auch in den Honigraum, um zu prüfen, ob die Bienen gesund sind und ob sie eventuell schon schwärmen wollen.


13.30 Uhr Schon wieder knurrt der Magen: Wir laufen kurz ins Café Schmidt am Hafen zum Mittag- oder Kuchenessen und sitzen dort noch ein wenig weiter in der Sonne.


14.30 Uhr Jetzt geht es nach Hause. Abends kommen Freunde zu Besuch, die bekocht werden wollen. Es gibt leckere japanische Kleinigkeiten und als Nachspeise selbst gemachtes Eis, das mit Liebe vorbereitet werden will. Die Küchenvorbereitungen laufen. Meine Freundin freut sich immer, wenn ich meinen Kochrappel bekomme und sie gemütlich auf dem Sofa sitzen darf und nicht mitschnipseln muss. Wenn es dann später fein in der Wohnung duftet, kommt sie gern in die Küche und schaut „nach dem Rechten“.


16 Uhr Es ist alles für den Abend vorbereitet. Nun zwickt jedoch ein wenig das schlechte Gewissen: Ein kurzes Sportprogramm wird eingelegt.


16.40 Uhr Dusche und danach noch mal für eine Weile aufs Sofa. Hier wird noch eine US-Serie nachgeholt, die man in der Woche wieder einmal nicht geschafft hat: „The last man on earth“. Die Laune ist nun bestens.


18 Uhr Der Kamin wird schon mal angemacht.


19 Uhr Die Gäste trudeln ein, der Aperitif wird eingeschenkt, und dann geht es los.


23.30 Uhr Müde vom schönen Tag, viel frischer Luft und netten Gesprächen, stelle ich den Wecker für den kommenden Tag, mache die Augen zu und bin sofort eingeschlafen.