Unterstützung für Krebspatienten und Angehörige

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Hannelore Hoger liest zugunsten der Ambulanz für Psychoonkologie des UKE

"Krebskranke und ihre Angehörigen brauchen gute psychologische und soziale Begleitung", sagt Hannelore Hoger. Deswegen ist die Schauspielerin die Schirmherrin des Freundeskreises der Spezialambulanz für Psychoonkologie des UKE geworden. In der Ambulanz werden zum einen die an Krebs Erkrankten betreut, zum anderen finden auch die Angehörigen einen Ort, an dem sie ihre Ängste abbauen können. Menschen wie Marion Jürgens, deren Mann 2003 an Krebs erkrankte. "Als die Diagnose kam, hing von da an ein Damoklesschwert über der Beziehung und der Familie", sagt sie. Es folgten Chemotherapie und viele Krankenhausaufenthalte. "Ich wurde hilflos im Umgang mit der Krankheit meines Mannes", sagt Marion Jürgens. Beinahe wäre eine Welt für sie zusammengebrochen. Wäre sie nicht aufgefangen worden von den Mitarbeitern der psychoonkologischen Ambulanz.

"Viele Menschen, die an Krebs erkranken, sind überfordert durch die Auseinandersetzung mit der Krebserkrankung und die vielen Behandlungen, die nötig sind", sagt Dr. Frank Schulz-Kindermann, Leiter der Spezialambulanz. "Sie brauchen Unterstützung, die sie in ihrem persönlichen Umfeld manchmal nicht finden." Die Menschen kommen mit ganz unterschiedlichen Problemen. Manche brauchen Hilfe bei der Bewältigung der medizinischen Therapien. Andere werden von Zukunftsängsten geplagt oder machen sich Sorgen um ihre Angehörigen.

Um all diese Fragen zu klären, gibt es am UKE etwa 20 Kollegen, die auf den Stationen und in der Spezialambulanz unterwegs sind. Alle haben eine spezielle psychoonkologische Weiterbildung sowie eine langjährige psychotherapeutische Zusatzausbildung. "Zunächst geht es darum, die Bedrohung, das Leiden und die Verzweiflung anzuerkennen.Dadurch geht bereits ein Teil der Bedrohung verloren", sagt Frank Schulz-Kindermann. "Wir vermitteln, beraten bei der Planung der Rehabilitation und begleiten die Menschen bei Bedarf psychotherapeutisch." Marion Jürgens hat in der Psychoonkologie ihren "rettenden Anker in einer miserablen Lebenssituation" gefunden.

Um die Arbeit des Instituts zu unterstützen, gründete sie gemeinsam mit anderen 2011 den Freundeskreis der Spezialambulanz für Psychoonkologie. Dieser veranstaltet zugunsten der Ambulanz am 4. November um 11 Uhr im St.-Pauli-Theater eine Benefiz-Matinee mit Hannelore Hoger. Die Schauspielerin liest aus dem Werk von Sybille Berg "Und ich dachte, es sei Liebe - Abschiedsbriefe von Frauen". Karten zu 25 Euro unter der Tel.: 47 11 06 66 oder www.st-pauli-theater.de. Infos: www.freundewerden.org.

( (hk/tes) )