Frieden

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Freude ist ein wunderbares Gefühl. Man fühlt sich leicht und glaubt, dass die Welt voller Harmonie ist. Natürlich geht unser Leben verschlungene Wege, jeder Tag kann auch Konflikte und Enttäuschungen bringen. Das ist der Stoff des Lebens. Er hat Risse, aber auch sehr schöne Seiten. Genau das erlebe ich in der Redaktion Von Mensch zu Mensch: Ich höre von Leid, von Schicksalsschlägen und Unglück, ich erlebe aber auch sehr viel Freude.

In sechs Tagen feiern wir Weihnachten - das Fest der Liebe. "Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen", heißt es im Weihnachtsevangelium. Es ist eine wunderbare Botschaft, die jeden von uns anspornen sollte, für den Frieden in der Welt zu beten, aber auch für den Frieden in unserer kleinen Welt zu sorgen. Was sind die schönsten, teuersten Geschenke wert, wenn in der Familie gezankt und gestritten wird und das Fest der Liebe in Tränen endet?

Weihnachten heißt doch vor allem, Freude und Liebe zu verschenken, großzügig zu verzeihen, Großeltern die Enkel nicht zu entziehen, sich um die alten Eltern zu kümmern, den gemeinsamen Kindern nach der Scheidung zu zeigen, wie man menschenwürdig miteinander umgeht. Kinder lieben beide Eltern.

Nur der Glaube an das Gute erhält unsere Welt doch lebensfähig und macht sie ein klein wenig friedlicher. Unser Leben ist uns nur einmal geschenkt. Ist es nicht viel zu kostbar, um es mit Unversöhnlichkeit, Verbitterung und Härte zu verbringen?

Einen gesegneten vierten Advent wünscht Ihnen

Ihre

Renate Schneider