Valentinstag

Der Chef der "Herzfabrik" kommt auch schon mal als Rosenkavalier

Früher war alles einfacher. Da genügte ein Strauß roter Rosen als Liebesbeweis. Nicht nur am Valentinstag, dem offiziellen Tag der Verliebten.

Früher war alles einfacher. Da genügte ein Strauß roter Rosen als Liebesbeweis. Nicht nur am Valentinstag, dem offiziellen Tag der Verliebten. "Blumen schenken kann jeder", meint Uwe Gnuschke, der 2009 die "Heartfactory" gründete. Für unvergessliche Liebesbotschaften und Präsente. Und für Kunden, denen die Zeit oder Fantasie fehlt. Oder beides. Oder die anonym bleiben möchten.

Die Ideen reichen vom blumengeschmückten Auto über das Gedicht an der Haustür bis hin zum Herzfeuerwerk im Garten. Wenn es ein bisschen mehr sein darf, organisiert der Eventmanager gerne ein perfektes Dinner mit einem Spitzenkoch oder eine Fahrt im Heißluftballon über ein Kornfeld, in das er zuvor ein riesiges Herz hat hineinschneiden lassen. "Die Überraschung war gelungen, genauso wie der Heiratsantrag 'unter Tage' in einem stillgelegten Bergwerk, der als normale

Besichtigungstour getarnt war", erinnert sich der Herz-Profi an seine ersten Aufträge.

"Pia, willst Du mich heiraten?", "Gitta, ich liebe Dich", "Verzeih mir", lässt der 43-Jährige mal auf ein Plakat sprühen, aufs Pflaster malen oder vom Gebäudereiniger vor dem Bürofenster der Herzensdame entrollen. (Fast) nichts ist unmöglich. Selbst um behördliche Genehmigungen kümmert sich die "Agentur für Herzensangelegenheiten".

Kleiner Auftrag, große Wirkung? Je teurer, desto romantischer? "Nein, wir werden ab 25 Euro aktiv", betont Uwe Gnuschke. Dafür spielt der Chef höchstpersönlich den Rosenkavalier. Fragt sich, ob die altmodische Art zu sagen "Ich liebe dich" nicht doch wirkungsvoller ist - mit oder ohne Blumen.