Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Lesedauer: 2 Minuten

Renate Schneider über Zeugnisse, die oft Angst auslösen.

Am Freitag haben unsere Hamburger Schülerinnen und Schüler ihre Halbjahreszeugnisse bekommen. Und das bedeutet in vielen Familien Unruhe, Streit und Schuldzuweisungen. Grund genug für so manches Kind, Angst zu haben, mit dem Zeugnis nach Hause zu kommen. Viele Eltern erwarten gute Noten, kümmern sich selbst aber während des Schuljahres wenig um die Leistungen ihres Kindes und glänzen z. B. auf Elternabenden durch Abwesenheit. Das ist das eine. Das andere: Noten sind keine Bestätigung für Intelligenz oder Dummheit, sondern Leistungsbewertungen, in die subjektive Beurteilungen der Lehrer mit einfließen. Wenn das Zeugnis noch so schlecht ausfallen sollte, darf es niemals so weit kommen, dass sich ein Kind nicht nach Hause traut oder sich womöglich etwas antut, was alljährlich immer wieder passiert. Jedes Kind muss wissen, dass seine Eltern ein Versagen (an dem sie selbst oft nicht ganz unschuldig sind) verkraften und mit dem Kind einen Ausweg suchen.

Für Eltern und Schüler haben die Regionalen Beratungs- und Unterstützungsstellen (REBUS) einen telefonischen Zeugnisdienst eingerichtet. Erfahrene Schulpsychologen, Sozialpädagogen und Lehrer stehen mit Rat bereit und können helfen, die Gründe für die schulischen Schwierigkeiten herauszufinden und hilfreiche Wege aufzuzeigen. Die Beratung ist vertraulich und auf Wunsch anonym:

vom 27. bis 29. Januar, 8-16 Uhr, unter Telefon: 428 98 06 50. Für Schüler gibt es zusätzlich einen E-Mail-Beratungsservice vom 27. Januar bis 5. Februar: schueler-zeugnisdienst@bsb.hamburg.de . Auch das Schulinformationszentrum (SIZ) bietet täglich Informationen und Beratung unter Telefon: 428 99 22 11 an.

Es grüßt Sie herzlich

Renate Schneider

Ihre

Renate Schneider

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