Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Renate Schneider über die Weihnachtsbotschaft, die uns alle angeht.

Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen", heißt es im Weihnachtsevangelium, das heute in vielen Kirchen und Familien gelesen wird. Es ist eine wunderbare Botschaft, die jeden von uns anspornen sollte, für den Frieden in der Welt zu beten und für die Menschen, die auch in diesen Tagen hilf- und schutzlos, voller Angst und Entsetzen, hungernd und frierend auf der Flucht sind. Sollte uns die Weihnachtsbotschaft nicht auch aufrütteln, für den Frieden in unserer kleinen Welt zu sorgen? Was sind denn die schönsten, ja, teuersten Geschenke überhaupt wert, was der herrlich geschmückte Weihnachtsbaum und der Gänsebraten, wenn in der Familie gezankt und gestritten wird und das Fest der Liebe in Tränen und Enttäuschung endet? Weihnachten heißt doch vor allem, Freude und Liebe zu verschenken, heißt doch, großzügig zu verzeihen, Großeltern zu erlauben, ihre Enkel zu sehen, heißt doch, die alten Eltern einzuladen oder im Heim zu besuchen, heißt doch auch, den gemeinsamen Kindern nach Trennung oder Scheidung zu zeigen, wie man menschenwürdig miteinander umgeht. Kinder lieben beide Eltern. Es sind nicht immer die anderen. Ich bin es, und ich kann den Anfang machen. Nur der Glaube an das Gute erhält unsere Welt doch lebensfähig und macht sie ein klein wenig friedlicher.

Für Ihre lieben Weihnachts- und Neujahrsgrüße, die mich in diesen Tagen wieder so zahlreich erreichen und erfreuen, danke ich Ihnen allen auf diesem Wege und erwidere sie genauso herzlich.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein gesegnetes, friedliches Weihnachtsfest. Und kommen Sie gut ins neue Jahr.

Ihre

Renate Schneider

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