Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Renate Schneider über Gedanken und Appelle zum Weltkindertag am Sonntag.

Jedes Kind hat ein Recht auf Überleben und Entwicklung in einer gesunden und angstfreien Umgebung sowie auf den Schutz vor Vernachlässigung, Misshandlungen und Verletzungen", so heißt es in der Uno-Konvention, proklamiert am ersten Weltkindertag 1954. Wie aber sieht die Realität am Weltkindertag 2009 aus, am morgigen Sonntag? Beschämend, ja, nach wie vor dramatisch. Noch immer sterben jedes Jahr 8,8 Millionen Kinder weltweit an größtenteils vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten. In Südafrika steigt die Sterblichkeit sogar weiter an - aufgrund der verheerenden Aids-Epidemie dort. Millionen Kinder leben nach wie vor im Elend, fristen ihr Dasein als Straßenkinder, als Prostituierte. Millionen hungern, werden getötet, gefoltert und verstümmelt, als Kindersoldaten missbraucht. Das ist ein Verbrechen an den Hilf- und Schutzlosesten. Unvorstellbar sind das (seelische) Leid und die Armut zu vieler Kinder, selbst in unserem Land, in unserer reichen Stadt. Wo bleibt unser aller Aufschrei? Für alles ist in dieser Stadt das Geld da. Wo ist die schnelle, wirksame Hilfe für "unsere Zukunft", wie es doch immer so wunderbar in allen Sonntagsreden und sicher auch wieder am Weltkindertag heißt.

Es grüßt Sie herzlich

Ihre

Renate Schneider

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