Ein Marathonlauf zum 70. Geburtstag

Mit einem Sportwettkampf will der Hamburger Horst Preisler armen Kindern in Ghana helfen.

Ein Mann wurde siebzig. Das ist schon Ereignis genug. Nicht jedoch für den Hamburger Horst Preisler. Der nämlich ist nicht nur noch immer aktiver Langstreckenläufer, er ist auch ein stets hilfsbereiter Mensch mit ungewöhnlichen Ideen. Deshalb nutzt er den Eintritt in das siebte Lebensjahrzehnt zu einem "Geburtstagsmarathon", den ihm seine Leichtathletikvereinigung LAV Hamburg-Nord ausrichtet. Doch es geht dabei auch um Hilfe für zwei Dörfer in Ghana.

Der Reihe nach: Der Geburtstagsmarathon wird am Sonnabend, 20. August, im Sportpark Oldenfelde, Berner Heerweg 190, also in der Nähe des U-Bahnhofs Farmsen, stattfinden. Start ist um 9 Uhr. Ungewöhnlich: Den Lauf können die Zuschauer hautnah miterleben, er findet nämlich auf der 400-Meter-Bahn des Sportstadions statt. Nach einem Auftakt über 195 Meter müssen die Teilnehmer die 400-Meter-Bahn 105mal umrunden, um die Marathonstrecke zu bewältigen.

Jubilar Horst Preisler bittet um möglichst viele Besucher, denn es geht nicht allein um Sieg und gute Laufzeiten, es geht vielmehr darum, den beiden Dörfern Twimia und Koase in Ghana zu helfen. Dort unterstützen Beate Weber, die Tochter von Horst Preisler, und ihr Ehemann Frank die Bewohner beim Bau einer Schule. Die Webers leben seit 1997 in Ghana. Sie haben bereits viel für die Schule getan, und jetzt bitten sie die Hamburger, ihnen bei diesem Projekt zu helfen. So wird alles, was bei dem Marathon eingenommen wird, der Schule zugeführt. Jeder Cent hilft. In Ghana lebt die Dorfbevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, die bei einem Dollar täglich liegt. Beate Weber wird im Stadion über das Projekt informieren.

Das Projekt wird von der Marktkirche Poppenbüttel unterstützt. Spenden können auf deren Konto eingezahlt werden: Haspa (BLZ 200 505 50) Nr. 1299 122 620. Als Verwendung bitte "Schulprojekt Ghana/Weber" angeben.

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