Schüler krempeln die Ärmel hoch und machen Profis Konkurrenz

Hamm-Mitte. Sie nennen sich "Gute Arbeit", "Grüne Hand" und "PröPartyProfis". Die Handwerker, die Gartenbauer und die Mitarbeiter des Catering-Service sind Schüler der Förderschule Pröbenweg. Sie machen so gute Arbeit, dass sie inzwischen mit vergleichbaren Einrichtungen in diesem Berufsfeld konkurrieren und sich teils sogar dagegen durchsetzen.

Die Pröbenweg-Kids werden hamburgweit engagiert. Die Bucerius Law School und das hamburgische Finanzamt buchen die "PröPartyProfis" regelmäßig für ihre Veranstaltungen. In der Nachbarschaft packen die "Grünen Hände" bei der Neugestaltung von Spielplätzen und Grünanlagen an. Und die "Guten Arbeiter" sind schon als Team nach Schweden gereist und haben mit ihren handwerklichen Fertigkeiten innerhalb einer Woche eine marode Scheune fachgerecht renoviert.

Die drei Schülerfirmen der Förderschule Pröbenweg in Hamm-Mitte sind Teil eines Gesamtprojekts mit dem schönen Namen "Ärmel hochkrempeln", initiiert von den beiden Lehrern Stefan Romey und Willi Winkelmann. Das Projekt verfolgt mehrere Ziele: Es vermittelt den Schülern, die aufgrund von Lernproblemen keine Regelschulen besuchen, Lerninhalte durch praktische Arbeit. "Wenn unsere Gartenbauer beim Auffüllen einer Sandkiste lernen, wie Volumen berechnet wird, dann bleibt das hängen", sagt Winkelmann. "Genauso, wenn sie für Fliesenlegerarbeiten die Fläche und den Materialverbrauch errechnen." Diese Art des Lernens trägt zum erfolgreichen Einstieg der Jugendlichen ins Berufsleben bei. Das Feedback der Unternehmen gibt Romey und Winkelmann recht: "Die meisten unserer Jugendlichen finden einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oder den Weg zum nächsten Schulabschluss. "

www.proebenweg.de