Service: Hamburgs Wochenmärkte im Kurzporträt

Der Kinderreiche in Rotherbaum

Ruhig und beschaulich geht es am Turmweg in Rotherbaum zu. "Es ist ein junges Publikum. Viele Mütter mit Kindern", sagt Heino Schmidt (49), der elf Tomatensorten im Angebot hat. Alle ungespritzt.

Schmidt verwendet zur Bekämpfung von Blattläusen und Co. natürliche Feinde wie Marienkäfer. Der Tomatenmann freut sich über die vielen Kinder. "Das sind unsere Kunden von morgen. Die gehen später sicherlich auch auf den Markt, nicht in den Supermarkt."

Besonders schön ist die Atmosphäre, wenn um zwölf Uhr das Glockenspiel beginnt. Der Markt liegt unterhalb der St.-Johannis-Kirche, dem heimlichen Wahrzeichen. Mittags füllt sich der Markt, dann kommen die Angestellten aus den umliegenden Büros.

Der klassische Wochenmarktbesucher hat natürlich einen "Hackenporsche" dabei. Auch GAL-Urgestein Willfried Maier hat solch eine Einkaufshilfe und kauft auf dem Turmweg-Wochenmarkt ein. "Ich hole hier Fisch, Käse und Obst. Ich muss ja nicht mehr arbeiten und genieße das", sagt er.

Donnerstags 8.30 Uhr bis 14 Uhr, Turmweg