Hamburg. Die Nerven liegen bei manchem Autofahrer in Hamburg blank. So blank, dass einer von ihnen am Sonnabend auf die Idee kam, rückwärts durch die Rettungsgasse zu rasen, einen Spiegel abzufahren und zu flüchten.
Die Polizei sucht nun nach dem Fahrer oder der Fahrerin, die dem Stau aufgrund der Straßenblockade auf den Elbbrücken auf diese Weise entkommen wollte.
"Letzte Generation" blockiert Elbbrücken: Fahrer fährt rückwärts durch die Rettungsgasse
Wie berichtet, hatten Klimaaktivisten der "Letzten Generation" parallel zur Sperrung des Elbtunnels auch die Umleitungsstrecke dichtgemacht. Dadurch kam es zu einem massiven Stau, in dem auch der bessagte Wagen stand. Allerdings bildeten die haltenden Autofahrer vor den Elbbrücken eine Rettungsgasse zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen. Genau diese Gasse wurde zweckentfremdet.
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Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei soll der Autofahrer seinen Wagen gegen 14.15 Uhr die Rettungsgasse in entgegengesetzter (südlicher) Fahrtrichtung gelenkt haben - und das mit hoher Geschwindigkeit. Dabei soll er auch den Außenspiegel eines haltenden Autos abgefahren haben.
Polizei Hamburg: Verdacht der Straßengefährdung und Unfallflucht
Der noch unbekannte Fahrer flüchtete laut Polizei anschließend weiter entgegengesetzt der Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse in Richtung Süden. Bei dem Wagen soll es sich um einen schwarzen Ford Mondeo Stufenheck oder ein ähnliches Modell mit Ratzeburger Kennzeichen (Zulassungsbezirk Kreis Herzogtum-Lauenburg) gehandelt haben.
Die Polizisten ermittelt wegen des Verdachts der Straßengefährdung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ein. Die Ermittlungen dauern an.
Zeugen, die Hinweise auf den beschriebenen Pkw geben können oder sonstige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall oder der beschriebenen Fahrweise gemacht haben, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter 040/ 4286 56789 oder einer Polizeidienstelle zu melden.
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