Polizei Hamburg

Schwerer Unfall auf der B75: Junger Autotuner stellt sich

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Fünf Tage nach dem schweren Unfall auf der B75 erhöhten zwei Razzien den Fahndungsdruck. Unter anderem wurde ein Objekt an der Menckesallee in Hamburg-Eilbek durchsucht.

Fünf Tage nach dem schweren Unfall auf der B75 erhöhten zwei Razzien den Fahndungsdruck. Unter anderem wurde ein Objekt an der Menckesallee in Hamburg-Eilbek durchsucht.

Foto: TV News Kontor

Der Seevetaler soll eine Kollision mit mehreren Verletzten verursacht haben und geflüchtet sein. Zwei Razzien erhöhten den Fahndungsdruck.

Hamburg. Fünf Tage nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 75 hat sich der mutmaßliche Verursacher gestellt. Ein 25-Jähriger sei am Freitagmittag im Beisein eines Anwalts in der Verkehrsdirektion Süd am Großmoorring im Stadtteil Neuland erschienen, teilte die Polizei Hamburg mit.

Der junge Mann, der ein bekannter Autotuner sein soll, soll am Sonntagmittag am Steuer eines AMG-Mercedes mit überhöhter Geschwindigkeit auf der B75 unterwegs gewesen sein. Kurz hinter den Elbbrücken am Übergang zur Autobahn 255 war der 450 PS starke Sportwagen mit zwei anderen Fahrzeugen und der Mittelschutzplanke kollidiert. Durch die Wucht des Aufpralls war der Motorblock aus der Karosserie gerissen worden und brennend über die Fahrbahn geschleudert.

Schwerer Unfall auf der B75 – Polizei durchsucht zwei Objekte

Mehrere Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Die beiden Insassen des AMG-Mercedes waren über den Veddeler Marktplatz geflüchtet. Die Polizei hatte mit einem Zeugenaufruf nach ihnen gefahndet und das Fahrzeug sichergestellt.

Am Freitagmorgen hatten zwei Razzien den Fahndungsdruck noch einmal erhöht. Die Staatsanwaltschaft hatte Durchsuchungsbeschlüsse sowohl für die Wohnanschrift des jungen Mannes in Seevetal-Meckelfeld (Landkreis Harburg) als auch für die Zulassungsanschrift des Mercedes, eine Tuning-Werkstatt an der Menckesallee in Hamburg-Eilbek, erwirkt.

Mutmaßlicher Unfallverursacher verweigert Aussage

Am Vormittag suchten Beamte in Begleitung von Diensthunden die beiden Objekte auf. "An den beiden Anschriften wurde der Mann selbst nicht angetroffen", sagte Polizeisprecher Thilo Marxsen. Er habe sich dann aber gestellt und von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.

Gegen den 25-Jährigen, einen in Hamburg bekannten Autotuner, wird wegen fahrlässiger Körperverletzung, Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt. sein Führerschein, den er nicht mit hatte, soll eingezogen werden. Fahren darf er bereits jetzt nicht mehr.

Da keine Haftgründe vorlägen, sei der mutmaßliche Unfallfahrer auf freiem Fuß verblieben. Marxsen: "Die Identifizierung seines Mitfahrers ist unter anderem Gegenstand der andauernden Ermittlungen."

( leo/zv )

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