Feuerwehr Hamburg

Nach Baggerschaden: Schon wieder Gasalarm in Neuallermöhe

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Die Feuerwehr war mit einem Messfahrzeug vor Ort. In Neuallermöhe hat es am Sonntag einen zweiten Gasalarm gegeben.

Die Feuerwehr war mit einem Messfahrzeug vor Ort. In Neuallermöhe hat es am Sonntag einen zweiten Gasalarm gegeben.

Foto: Christoph Leimig

Nachdem am Sonnabend Gasaustritt aus einem Leck gestoppt werden konnte, wurde am Sonntag Gasgeruch an der selben Stelle gemeldet.

Hamburg. Am Sonntagnachmittag hat es in Hamburg-Neuallermöhe einen weiteren Gasalarm gegeben. An der Schadenstelle von Sonnabend sei erneut Gasgeruch aufgetreten. Zudem seien Bläschen im Wasser aufgestiegen, so ein Sprecher des Lagedienstes der Feuerwehr am Sonntagabend auf Nachfrage.

Der Alarm wurde um 15.38 Uhr ausgelöst. Die Feuerwehr rückte mit einem Löschzug, mit Unterstützung einer freiwilligen Feuerwehr und Spezialfahrzeugen an. Die Polizei sperrte Zufahrten und Wanderwege ab, die Einsatzstelle ist bereits seit Sonnabend gesperrt. Die Fachleute führten Messungen durch. "Es bestand keine Gefahr", so der Lagedienst. Womöglich hätten sich noch festsitzende Blasen im Wasser gelöst.

Weiterer Gasalarm in Neuallermöhe: Gasaustritt an lädierter Leitung

Die Einsatzkräfte konnten nach etwa anderthalb Stunden abrücken. Die Einsatzstelle sei wieder an Gasnetz Hamburg übergeben worden.

An der Hans-Stoll-Straße war am Sonnabendvormittag um 11.29 Uhr eine Hauptleitung der Gaswerke durch einen Bagger beschädigt worden. Es handelte sich dabei um eine 18-Bar-Hochdruckleitung. – es herrschte akute Explosionsgefahr. Im schlimmsten Fall hätten rund 7500 Menschen untergebracht werden müssen, sagte ein Polizeisprecher am Sonnabend.

Die Feuerwehr hatte über die Nina-Warnapp vor der wahrnehmbaren Erdgaswolke in der Region Neuallermöhe gewarnt und die Menschen gebeten, das betroffene Gebiet zu verlassen. Auch die Autobahn wurde zwischen den Ausfahrten Neuallermöhe-West und Neuallermöhe zwischenzeitlich gesperrt.

Gasaustritt in Neuallermöhe gestoppt – Lob von Tschentscher

Gegen 14.45 Uhr gab die Feuerwehr am Sonnabend dann Entwarnung: Der Gasaustritt sei gestoppt, Gefahr bestehe nicht mehr. Peter Tschentscher lobte die Einsatzkräfte von Gasnetz Hamburg über Twitter. "Vielen Dank für das schnelle Eingreifen und viel Erfolg bei der Reparatur der Leitung", schrieb der Bürgermeister.

Explosionsgefahr in Neuallermöhe: Bahnverkehr eingestellt

Auch der S-Bahn-Verkehr war am Sonnabend für etwa drei Stunden eingestellt worden: Zwischen den Stationen Bergedorf und Billwerder-Moorfleet wurde die Strecke gesperrt, teilte die Deutsche Bahn über Twitter mit.

Der Deutschen Bahn zufolge mussten aufgrund der behördlich angeordneten Sperrung auch Fernzüge auf der Strecke Berlin - Hamburg umgeleitet werden. Fahrgäste sollten deshalb zunächst Verspätungen von rund 30 Minuten einplanen.

Trotz des Gaslecks habe es keine Versorgungsunterbrechungen für das Wohngebiet gegeben, da es über eine tiefer liegende Leitung versorgt wird, so ein Sprecher des Energieversorgers Hamburg Gas. Die abgerissene Leitung soll nun wahrscheinlich zu Wochenbeginn repariert werden. Dann werden kleine Spundwände in den Graben eingebaut, um den Schaden beheben zu können.

( ced/cjl )

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