Feuerwehr Hamburg

Brand zerstört Kneipe auf St. Pauli – wo das Feuer ausbrach

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Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus auf St. Pauli ist die beliebte Kneipe "Nachthafen" vollkommen ausgebrannt.

Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus auf St. Pauli ist die beliebte Kneipe "Nachthafen" vollkommen ausgebrannt.

Foto: picture alliance/dpa/TNN

Flammen schlugen meterhoch aus dem beliebten "Nachthafen". Nun lieferten Ermittler erste Hinweise auf die Ursache.

Hamburg. Die Flammen schlugen meterhoch aus den Fenstern: Mitten auf St. Pauli ist am frühen Mittwochmorgen eine Kneipe komplett ausgebrannt. Dutzende Nachbarn mussten ihre Wohnungen verlassen, schwerer verletzt wurde niemand, doch der Schaden an dem Altbau an der Clemens-Schultz-Straße ist groß.

Am Donnerstag haben Experten des Landeskriminalamtes den vermutlichen Brandausbruchsort lokalisiert. Er dürfte im Bereich des Tresens der beliebten Bar "Nachthafen" liegen. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat gebe es nicht. Die Gaststätte bleibt weiter als Tatort beschlagnahmt.

Kneipe auf St. Pauli in Flammen: "Wissen nicht, wie es weitergeht"

Bereits am Mittwochabend meldeten sich die Besitzer der Kneipe via Facebook – sie sind ratlos.

"Wie die meisten von euch wohl schon mitbekommen haben, ist unsere Bar gestern Nacht komplett ausgebrannt. Glücklicherweise gab es keine Personenschäden", schreiben die Betreiber der Bar im sozialen Netzwerk. Der Rest des Gebäudes sei zum Teil schwer beschädigt worden, auch die Brandursache ist noch nicht geklärt. "Auf diesem Wege möchten wir uns für die große Anteilnahme bedanken", heißt es weiter. "Ob oder wie es weitergeht, können wir beim besten Willen noch nicht sagen."

Das Feuer war um 3.15 Uhr in der Kneipe ausgebrochen. Zwei Stunden lang löschten bis zu 70 Feuerwehrleute den Brand in dem viergeschossigen Mehrfamilienhaus. Auch die über der Bar gelegene Wohnung wird schwer beschädigt.

Feuer auf St. Pauli: Wohnung über Kneipe unbewohnbar?

Schon als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich das Feuer ins erste und zweite Obergeschoss ausgebreitet, sofort wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Über eine Brandschutztreppe auf der Rückseite des Gebäudes rettete die Feuerwehr zwei Anwohner. Sie erlitten leichte Verletzungen an ihren Händen, mussten aber nur ambulant versorgt werden

28 weitere Personen – auch aus den Nachbargebäuden – konnten ihre Wohnungen eigenständig verlassen. Für sie wurde ein Großraumrettungswagen bereitgestellt. Erst nach mehreren Stunden intensiven Löscheinsatzes war das Feuer unter Kontrolle, die Anwohner der Nachbargebäude konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Inwiefern die Wohnungen im Brandhaus selbst noch bewohnbar sind, war bis zuletzt noch unklar. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

( cjl/ras/zv )

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