Europa Passage

15-Jährige vergewaltigt – Täter kannte Mitarbeiter-Türcode

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Vergewaltigung in der Hamburger Innenstadt: Ein junger Mann soll in der Europa Passage am Jungfernstieg über eine 15-Jährige hergefallen sein (Archivbild).

Vergewaltigung in der Hamburger Innenstadt: Ein junger Mann soll in der Europa Passage am Jungfernstieg über eine 15-Jährige hergefallen sein (Archivbild).

Foto: picture-alliance | Christian Ohde / CHROMORANGE

Ein junger Mann soll in einem gesicherten Bereich über das Mädchen hergefallen sein. Die Polizei fahndet bislang nur intern.

Hamburg. Nach der Vergewaltigung einer 15-Jährigen auf einer Mitarbeitertoilette der Europa Passage gibt es weiterhin keine Spur von dem Gesuchten. Die Polizei Hamburg hatte zu internen Fahndungszwecken Fotos aus einer Überwachungskamera veröffentlicht, die den Mann zeigen. Aufgenommen wurden die Bilder zum Tatzeitpunkt Ende Oktober in der Passage.

„Solche Bilder werden intern an verschiedene Dienststellen verbreitet. Man hofft, dass der Gesuchte – es handelt sich um einen 15 bis 20 Jahre alten Südländer mit lockigem Haar – bereits etwas mit der Polizei zu tun hatte und von Kollegen erkannt wird“, so ein Beamter. Bislang gab es auf das Bild polizeiintern keine Rückmeldungen.

15-Jährige vergewaltigt – Polizei Hamburg fahndet

Die 15-Jährige war am 25. Oktober in der Europa Passage auf eine Gruppe Jugendlicher gestoßen. Als sie zur Toilette musste, hatte ihr der jetzt gesuchte Mann den Weg zu dem WC gezeigt, dessen Zugang mit einem Codeschloss ge­sichert ist. Woher das Insiderwissen stammte, um die Tür zu öffnen, ist Gegenstand der Ermittlungen. Möglicherweise gehörte der Gesuchte zu einem Dienstleister oder war Aushilfskraft bei einem Unternehmen, das mit der Europa Passage zu tun hat.

Die 15-Jährige hatte sich nach der Tat in einer U-Bahn an Fahrgäste gewandt. Die hatten Polizei und Feuerwehr alarmiert. Das Mädchen kam anschließend in die Universitätsklinik Eppendorf. Die für Sexualdelikte zuständige Fachdienststelle des Landeskriminalamtes (LKA 42) hatte den Fall übernommen und auch die polizeiinterne Fotofahndung initiiert. Ob und wann es eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem gesuchten Mann gibt, ist unklar.

Für eine solche Maßnahme, die nur durch einen Richter angeordnet werden kann, sind die Hürden weitaus höher, weil sie als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Gesuchten gilt. Nach Informationen des Abendblattes soll die 15-Jährige noch einmal zeitnah zu der Tat befragt werden.

( zv )

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