Prozess Hamburg

Ex-Frau fast stranguliert: Mann angeklagt – versuchter Mord

| Lesedauer: 2 Minuten
Ende Mai soll der 40-Jährige in der ehemaligen gemeinsamen Wohnung in Hamburg-Rahlstedt  seine getrennt von ihm lebende Ehefrau beinahe mit Kabelbindern getötet haben. Mitarbeiter der Spurensicherung waren danach am Tatort (Archivbild).

Ende Mai soll der 40-Jährige in der ehemaligen gemeinsamen Wohnung in Hamburg-Rahlstedt seine getrennt von ihm lebende Ehefrau beinahe mit Kabelbindern getötet haben. Mitarbeiter der Spurensicherung waren danach am Tatort (Archivbild).

Foto: Michael Arning

Der 40-Jährige malträtierte seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit Kabelbindern, bis sie bewusstlos wurde. Prozess startet.

Hamburg. Der 40-Jährige wird die Frau sicher einmal sehr geliebt haben, heiratete sie und wollte seine Zukunft mit ihr verbringen. Umso erschreckender ist es, dass er genau diese Person offenbar versucht hat zu töten – in der ehemaligen gemeinsamen Wohnung in Hamburg-Rahlstedt. Mit Kabelbindern soll er seine getrennt von ihm lebenden Ehefrau beinahe stranguliert haben.

Ab kommenden Montag steht der 40-Jährige vor dem Landgericht Hamburg. Er muss sich wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor dem Schwurgericht verantworten. Der Angeklagte soll am 30. Mai 2021 im Schlafzimmer der ehemaligen Familienwohnung in der Straße Wildschwanbrook seine Ex zunächst völlig unvermittelt mit der Faust in das Gesicht geschlagen haben.

Prozess in Hamburg: Mann stranguliert Ex beinahe mit Kabelbindern

"Anschließend würgte er die Geschädigte", teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Doch die Frau setzte sich zur Wehr: Sie schrie laut um Hilfe und biss ihm in den Finger. Daraufhin ließ der Mann kurz von ihr ab und schloss das geöffnete Schlafzimmerfenster.

Doch danach attackierte er seine Noch-Ehefrau erneut. Er soll sie rücklings zu Boden gebracht, sich auf ihren Brustkorb gesetzt und mit mehreren zu einem Strang gebundenen Kabelbindern dermaßen auf ihren Hals eingewirkt haben, dass die Geschädigte bewusstlos wurde, so die Staatsanwaltschaft. Die Frau befand sich in akuter Lebensgefahr und erlitt zahlreiche Verletzungen im Kopf- und Halsbereich.

Bereits vor der brutalen Attacke, die tödlich hätte enden können, hatte der 40-Jährige die Frau belästigt. Zwischen August 2019 und Juni 2020 soll der Angeklagte in 57 Fällen den nackten Intimbereich seiner Ehefrau heimlich durch das Schlüsselloch der Badezimmertür gefilmt haben.

( coe )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Blaulicht