Polizei Hamburg

Freier verweigert Bezahlung – Massenschlägerei vor Bordell

Die Polizei entschloss sich dazu, alle Anwesenden, die möglicherweise in die Auseinandersetzung verwickelt gewesen sein könnten, zu überprüfen.

Die Polizei entschloss sich dazu, alle Anwesenden, die möglicherweise in die Auseinandersetzung verwickelt gewesen sein könnten, zu überprüfen.

Foto: Michael Arning

Kunde wollte Prostituierte nicht für ihre Dienste bezahlen – die rief sich Unterstützung. Auch Baseballschläger kam zum Einsatz.

Hamburg. Ein Streit um Bezahlung in einem Bordell in Hamm ist am Dienstagabend zu einer Schlägerei mit rund 20 Beteiligten ausgeartet. Wie der Lagedienst der Polizei auf Abendblatt-Anfrage erklärte, soll ein Freier einer Prostituierten die Bezahlung verweigert haben – woraufhin diese Unterstützung organisierte.

Die sollte den Zahlungsunwilligen anscheinend mit eher handfesten Argumenten von der Notwendigkeit des Bezahlens überzeugen – nun kamen wohl auch noch Freunde des Freiers hinzu: Insgesamt geht die Polizei von bis zu 20 Beteiligten aus. Bei der Schlägerei sollen auch Pfefferspray, ein Baseballschläger und Leitern eingesetzt worden sein.

Schlägerei vor Bordell in Hamm: drei Verletzte

Weil zunächst die Rede von vielen Verletzten war und einer der Beteiligten behauptet haben soll, eine Schusswaffe zu haben, wurde ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr alarmiert. Eine Waffe wurde nicht gefunden, auch die Zahl der Verletzten war deutlich geringer als befürchtet.

Insgesamt wurden drei Menschen verletzt, einer von ihnen kam ins Krankenhaus, die anderen wurden ambulant behandelt. Der genaue Ablauf und die mögliche Beteiligung aller Anwesenden an gewalttätigen Handlungen werden noch überprüft. Ob auch der Auslöser des Durcheinanders unter den Verletzten ist, ist derzeit noch unbekannt. Die Polizei war mit 15 Streifenwagen und drei Hundeführer-Fahrzeugen vor Ort.

( josi/arg/dpa )

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