Reeperbahn

Mutter sei Dank - 1200 Euro retten 39-Jährigen vor dem Knast

Eine Hamburger Mutter hat ihren 39 Jahre alten Sohn in der Nacht zu Sonnabend vor dem Gefängnis bewahrt.

Eine Hamburger Mutter hat ihren 39 Jahre alten Sohn in der Nacht zu Sonnabend vor dem Gefängnis bewahrt.

Foto: Carsten Rehder / picture alliance / dpa

Letzter Ausweg: Anruf bei Mama. Zuvor war der 39-Jährige mit einem Messer und zu viel Kokain an der Reeperbahn aufgefallen.

Hamburg. Mutterliebe ist, wenn sie ihren Sohn vor dem Gefängnis bewahrt...

Bundespolizisten haben in der Nacht zu Sonnabend einen 39-Jährigen am S-Bahnhof Reeperbahn verhaftet. Zuvor hatte eine Zeugin die Beamten gegen 1.40 Uhr auf den Mann aufmerksam gemacht, weil der 39-Jährige mit einem Messer in der Hand vor dem Eingang des Bahhofs stand.

39-Jähriger war zur Festnahme wegen Schwarzfahrens ausgeschrieben

Die Bundespolizisten überwältigten den Mann und stellten das Springmesser sicher, Kokain hatte er auch noch dabei. Bei der anschließenden Überprüfung ergab sich, dass der Mann zur Festnahme ausgeschrieben war. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen Schwarzfahrens vor.

Die verhängte Geldstrafe von 1.200 Euro hatte er bislang nicht bezahlt, deshalb sollte er nun ersatzweise für 60 Tage ins Gefängnis. Der Mann wurde zunächst mit einem Streifenwagen in eine Zelle des Bundespolizeireviers am Bahnhof Altona gebracht.

Letzter Ausweg: Anruf bei der Mutter

Als letzten Ausweg sah der 39-Jährige einen nächtlichen Anruf bei seiner Mutter, die sich sofort auf den Weg machte. Nach mehr als fünf Stunden hatte sie das Geld besorgt und erschien auf dem Polizeirevier. Sie zahlte die Strafe und holte ihren Sohn aus der Gewahrsamszelle.

Weitere Anzeigen (Verstoß Waffengesetz, Verstoß Betäubungsmittelgesetz) wurden gegen den Beschuldigten trotzdem noch geschrieben. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte der gebürtige Hamburger das Polizeirevier -Dank seiner Mutter - wieder verlassen.

( HA )

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