Encrochat

Illegaler Drogenhandel? Sieben Durchsuchungen in Hamburg

| Lesedauer: 2 Minuten
Sieben Durchsuchungsbeschlüsse führte das Hamburger Rauschgiftdezernat am Dienstag durch (Symbolbild).

Sieben Durchsuchungsbeschlüsse führte das Hamburger Rauschgiftdezernat am Dienstag durch (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa

Hauptverdächtige wurden nicht angetroffen. Was die Ermittler in den Wohnungen fanden. Außerdem: Festnahme am einem Flughafen.

Hamburg. Im Zusammenhang mit illegalem Drogenhandel und Auswertungen der Chat-App Encrochat führte das Hamburger Rauschgiftdezernat am Dienstag sieben Hausdurchsuchungen durch. Dabei fanden die Ermittler unter anderem 300 Gramm Marihuana und rund 13.000 Euro Bargeld. Die Hauptverdächtigen wurden nicht angetroffen. In einem anderen Verfahren konnten die Beamten am Sonntag einen verdächtigen Mann am Flughafen Düsseldorf festnehmen.

Aber von vorne: Umfangreiche Ermittlungen führten die Beamten zunächst auf die Spur einer 28-Jährigen sowie eines gleichaltrigen Mannes. " Im Einzelnen wird der tatverdächtigen Frau der Handel mit rund 60 Kilogramm Kokain und 552 Kilogramm Marihuana/Haschisch vorgeworfen, dem tatverdächtigen Mann der Handel mit 34 Kilogramm Kokain sowie 646 Kilogramm Marihuana beziehungsweise Haschisch", teilte Polizeisprecher Daniel Ritterskamp am Donnerstag mit.

Encrochat: Chat-App führte zu sieben Hausdurchsuchungen in Hamburg

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Hamburg kamen die Ermittler außerdem auf die Spur dreier mutmaßlicher Komplizen im Alter von 23 bis 30 Jahren. "Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin beim Amtsgericht Hamburg sieben Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen aller Tatverdächtigen in den Stadtteilen Bramfeld, Rahlstedt sowie Farmsen-Berne", so Ritterskamp.

Am Dienstag wurden die Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt: Dabei wurden neben Marihuana und Bargeld auch Verkaufsutensilien, ein Audi A3 Sportsback sowie geringe Mengen halluzinogene Pilze und Kokain sichergestellt. Die beiden 28-Jährigen wurden nicht angetroffen.

Tatverdächtige werden in Mexiko und Türkei vermutet

"Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sich in Mexiko und der Türkei aufhalten", teilte der Polizeisprecher mit. Gegen die Komplizen, die sich während der Razzia in ihren Wohnungen befanden, lagen keine Haftgründe vor. Die Ermittlungen, die Auswertung der Beweismittel und die Fahndungsmaßnahmen dauern weiter an.

Mehr Glück hatten die Beamten in einem anderen Verfahren: So konnten die Ermittler einen 33-Jährigen am Flughafen Düsseldorf festnehmen, gegen den bereits ein Haftbefehl vorlag. Ihm wird der "Einfuhrschmuggel von 319 Kilogramm Marihuana sowie zwei Kilogramm Kokain von Spanien nach Hamburg" zugerechnet.

( lag )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Blaulicht