Polizei Hamburg

Zuhälter-Trio zwingt 16-Jährige zur Prostitution

Bei der Razzia der Polizei Hamburg gegen ein Zuhälter-Trio kamen auch SEK-Beamte zum Einsatz (Symbolfoto).

Bei der Razzia der Polizei Hamburg gegen ein Zuhälter-Trio kamen auch SEK-Beamte zum Einsatz (Symbolfoto).

Foto: picture alliance

Polizei Hamburg durchsucht Wohnungen und vollstreckt Haftbefehle. Einen Verdächtigen trafen die Beamten im Strafjustizgebäude an.

Hamburg. Mit einer groß angelegten Razzia in mehreren Hamburger Stadtteilen ist die Polizei am Mittwoch gegen ein Zuhälter-Trio vorgegangen. Mehrere Wohnungen wurden dabei durchsucht. Die drei Männer stehen im Verdacht, zwei 16 Jahre alte Frauen zur Prostitution gezwungen zu haben, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag mitteilte.

Einer der Verdächtigen (28) wurde von einer Spezialeinheit direkt im Strafjustizgebäude verhaftet, wo er gerade einen Gerichtstermin in einer anderen Sache wahrnahm. Der 33 Jahre alte, mutmaßliche Haupttäter saß hingegen schon wegen eines Drogendelikts in Haft. Der dritte Verdächtige (26) blieb aus Mangel an Haftgründen auf freiem Fuß.

Razzia in Hamburg wegen Zwangsprostitution

Der 33-Jährige soll die beiden jungen Frauen von Anfang bis Ende 2020 zur Prostitution gezwungen haben, seine beiden Mittäter kümmerten sich hingegen vor allem um Annoncen im Internet und die Kommunikation mit den Freiern über einen Messengerdienst.

Die Polizei durchsuchte insgesamt fünf Wohnungen in Schnelsen, Steilshoop und in Eilbek sowie die Zelle des mutmaßlichen Drahtziehers des Trios. Bei dem 26-jährigen Mittäter, der von einer Spezialeinheit in Hamburg-Dulsberg angetroffen wurde, stellten die Beamten einen Audi A7, gut 6000 Euro Bargeld sowie ein Dutzend Blanko-Impfausweise mit offenbar gefälschten Eintragungen für Corona-Impfungen sicher.

( bob )

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