Tragischer Unfall

Gyrocopter verliert im Landeanflug Motor – zwei Tote

Beim Absturz des Ultraleichtflugzeug in Hildesheim sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Beim Absturz des Ultraleichtflugzeug in Hildesheim sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Foto: picture alliance/dpa/Julian Stratenschulte

Am Ende einer Flugstunde ist das Fluggerät anscheinend in der Luft auseinandergefallen und aus rund 50 Metern Höhe abgestürzt.

Hildesheim. Beim Absturz eines sogenannten Gyrocopter sind am Mittwoch am Flughafen Hildesheim zwei Männer gestorben. Beim Landeanflug am Ende einer Flugstunde, so die Polizei am Donnerstag, sei es zu einem "sogenannten Luftzerleger" gekommen: Verschiedene Teile – darunter der Motor – lösten sich von dem Tragschrauber, der daraufhin aus rund 50 Metern Höhe abstürzte.

Die beiden Insassen – ein 60-Jähriger aus Hildesheim und ein 53-Jähriger aus Oldendorf – starben an der Unglücksstelle. Der Motor fiel auf ein Firmendach in der Nähe.

Abgestürzter Gyrocopter: Flugfehler ausgeschlossen

Bei einem Tragschrauber wird der Rotor nicht wie bei einem Helikopter durch das Triebwerk, sondern durch die anströmende Luft in Rotation versetzt. Die Fluggeräte wurden bereits vor rund 100 Jahren entwickelt, aber bald durch Helikopter verdrängt. Nach Angaben des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gewannen Tragschrauber in den vergangenen Jahren aber als Sportgerät an Beliebtheit. Anfang 2014 seien mehr als 500 Tragschrauber in Deutschland zugelassen gewesen.

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und die Polizei nahmen die Suche nach der Unfallursache auf. Einen Flugfehler als Absturzursache schließen die Ermittler derzeit aus.

( AFP )

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