Wangerooge

Segelboot mit 77-Jährigem an Bord sinkt auf der Nordsee

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Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE der DGzRS-Station Helgoland

Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE der DGzRS-Station Helgoland

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Boot war vor Wangerooge gekentert und begann zu sinken. Senior setze gerade noch rechtzeitig Notruf ab – Rettung in letzter Minute.

Wangerooge/Bremen. Auf der Nordsee ist am Dienstagabend ein Segelboot mit einem 77-Jährigen an Bord gesunken. Wie die Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, war das Boot nordöstlich von Wangerooge gekentert.

Der Skipper eines anderen Bootes hatte die Seenotleitung Bremen gegen 18.15 Uhr über einen Notfall informiert, da er von über Funk einen schwachen „Mayday“-Ruf für unmittelbare Lebensgefahr empfangen hatte. Ein Schiff in Not konnte er jedoch nicht ausfindig machen. Kurze Zeit später bestätigten weitere Schiffe im Seegebiet den Notruf.

Die Wachleiter der Seenotleitung Bremen alarmierten daraufhin umgehend die vier DGzRS-Seenotrettungskreuzer, die sofort mit Höchstgeschwindigkeit ins vermutete Einsatzgebiet ausliefen. Auch Behördenschiffe und Wassersportler im Seegebiet wurden in die Suche mit eingebunden. Ein Hubschrauber der Deutschen Marine und ein ADAC-Hubschrauber machten sich ebenfalls auf den Weg.

Segelboot sinkt auf der Nordsee bei Wangerooge: 77-Jähriger setzt Notruf ab

Gegen 19 Uhr meldete der ADAC-Hubschrauber rund neun Seemeilen (etwa 16,5 Kilometer) nordöstlich der Insel Wangerooge Sichtkontakt mit dem Havaristen. Der etwa neun Meter lange Motorsegler war gekentert und trieb auf der Seite liegend an der Wasseroberfläche. Der einzige Mensch an Bord, ein 77-jähriger Mann, hatte sich auf dem Boot halten und auch noch den Notruf absetzen können. Bis zu seiner Rettung sank das Boot langsam immer weiter.

Der Hubschrauber nahm den Schiffbrüchigen in letzter Minute mit der Seilwinde an Bord und flog den nur leicht bekleideten, unterkühlten Skipper ins Krankenhaus. Als der Seenotrettungskreuzer wenig später am Unglücksort eintraf, war das havarierte Boot bereits gesunken. Die Seenotretter entdeckten noch einige wenige Wrackteile und informierten die Verkehrszentrale über die genaue Position.

Zum Einsatzzeitpunkt herrschten nördliche Winde mit einer Stärke zwischen vier und fünf Beaufort (bis 40 km/h) Windgeschwindigkeit. Die Wassertemperatur betrug etwa 14 Grad Celsius. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

( hie )

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