Tierschutzdelikt in Hamburg

Mann quält Pferd über Stunden – Besitzerin sieht tatenlos zu

Tierquälerei in Hamburg: Die Polizei ermittelt gegen einen 42-Jährigen, der in Hummelsbüttel über einen längeren Zeitraum auf ein Pferd eingeschlagen haben soll (Symbolbild).

Tierquälerei in Hamburg: Die Polizei ermittelt gegen einen 42-Jährigen, der in Hummelsbüttel über einen längeren Zeitraum auf ein Pferd eingeschlagen haben soll (Symbolbild).

Foto: picture-alliance / OKAPIA KG, Germany | Lothar Lenz

Der sogenannte "Pferdetrainer" hatte ein bestimmtes Ziel. Zeugen versuchten einzuschreiten und gingen zur Polizei.

Hamburg. Immer wieder soll ein 42-Jähriger mit einer Peitsche auf ein Pferd eingedroschen haben – über Stunden, wie die Polizei Hamburg am Mittwoch mitteilte. Trotz der Tierquälerei sah die Besitzerin des Pferdes offenbar tatenlos zu. Die für Tierschutzdelikte zuständige Fachdienststelle der Wasserschutzpolizei ermittelt nun gegen den Mann, der am vergangenen Sonntag in Hummelsbüttel über einen längeren Zeitraum auf das Pferd eingeschlagen haben soll.

"Zeugen hatten sich am Montag zum Polizeikommissariat 35 begeben und ein Tierschutzdelikt angezeigt", sagte Polizeisprecher Daniel Ritterskamp. Demnach soll ein 42-jähriger sogenannter "Pferdetrainer" im Beisein der 60-jährigen Besitzerin das Pferd mehr als zwei Stunden lang mit einer Peitsche geschlagen haben. "Ziel war es offenbar, das Tier in einen Pferdeanhänger zu bekommen", so Ritterskamp.

Mann schlägt auf Pferd ein – Tier erleidet Verletzungen

Zu der Tierquälerei kam es am Rehagen, wo sich auch das gleichnamige Pferdezentrum befindet. Mehrere Passanten sprachen den 42-Jährigen an und versuchten ihn wohl dazu zu bringen, das Tier in Ruhe zu lassen. Der Mann ließ jedoch erst später vom Pferd ab und verließ die Anlage.

Beim sogenannten "Verladetraining" erlitt das angeleinte Pferd Verletzungen, die Amtstierärztinnen des Verbraucherschutzamts Wandsbek begutachteten. Ritterskamp: "Die Erstellung eines Gutachtens seitens des Verbraucherschutzamts und die weiteren Ermittlungen dauern an."

( coe )

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