Zeugen gesucht

"Fuck HVV", Anarcho-Symbole und Co – Staatschutz ermittelt

In Lemsahl-Mellingstedt hat ein Unbekannter mit Spraydosen und Permanentmarker sein Unwesen getrieben und unter anderem das Anarcho-Zeichen an eine Feuerwehrwache geschmiert. Die Hamburger Polizei sucht nun Zeugen (Symbolbild).

In Lemsahl-Mellingstedt hat ein Unbekannter mit Spraydosen und Permanentmarker sein Unwesen getrieben und unter anderem das Anarcho-Zeichen an eine Feuerwehrwache geschmiert. Die Hamburger Polizei sucht nun Zeugen (Symbolbild).

Foto: IMAGO / Peter Endig

Unbekannte tobten sich in Hamburg mit Spraydosen aus – auch Feuerwehrwache betroffen. Tat mutmaßlich politisch motiviert.

Hamburg. Anarcho-Zeichen, Schriftzüge wie "No cops, no Nazis" und "Fuck HVV": In Lemsahl-Mellingstedt hat ein Unbekannter (oder möglicherweise auch mehrere Täter) mit Spraydosen und Permanentmarker sein Unwesen getrieben. Die Hamburger Polizei sucht nun Zeugen, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Am Dienstagmittag gegen 13 Uhr stellte ein Bürgernaher Beamter im Bereich der Lemsahler Landstraße eine Sachbeschädigung durch Graffiti und Permanentmarker mit mutmaßlich politisch motiviertem Hintergrund fest, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Am Schaukasten eines Bürgervereins und den Glasscheiben der nahegelegenen Bushaltestelle entdeckte er diverse Schmierereien.

Hamburger Feuerwehrwache mit Anarcho-Symbol beschmiert

Neben dem Anarcho-Symbol (großes „A“ in einem Kreis) waren dort auch Parolen wie "Free Gaza from Hamas", "Fuck HVV" und "Fuck the cistem" zu lesen. Bei letzterer handelt es sich um ein Wortspiel aus cis und System – cis für diesseits im Gegensatz zu trans für jenseits auf die Geschlechtsidentität bezogen.

"Zuvor war es auch schon an der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Lemsahl-Mellingstedt zu einer mutmaßlich politisch motivierten Sachbeschädigung gekommen", sagte Polizeisprecher Thilo Marxsen. Zwischen dem 27. und 31. Mai hatten der oder die unbekannten Täter unter anderem ein Anarcho-Symbol an ein Tor der Wache gesprüht.

Nun bittet die Polizei um Mithilfe der Bevölkerung. Hinweise zu dem oder den bislang unbekannten Tätern können unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg sowie bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden.

( coe )