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Schon wieder: Luxuswagen liefern sich Autorennen auf A7

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Mehrere Luxuswagen haben sich am vergangenen Sonnabend auf der A7 ein illegales Autorennen geliefert (Symbolbild).

Mehrere Luxuswagen haben sich am vergangenen Sonnabend auf der A7 ein illegales Autorennen geliefert (Symbolbild).

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Porsche und zwei BMW bremsen andere Verkehrsteilnehmer aus und geben dann Gas. Polizei stoppt die jungen Raser bei Kiel.

Kiel. Am vergangenen Sonnabend, dem 1. Mai, haben sich gegen 20 Uhr drei "hochmotorisierte Fahrzeuge" ein illegales Autorennen auf der Autobahn 7 geliefert. Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren zwei BMW und ein Porsche an dem Rennen beteiligt.

In Höhe Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) gaben die drei Luxuswagen in Richtung Norden Gas. Dabei gingen sie besonders dreist vor und brachten dadurch auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr: Zunächst verteilten sich die drei Fahrezuge laut Polizeiangaben über alle drei Fahrstreifen und bremsten die ihnen folgenden Pkw auf ca. 120 km/h herunter, "um vor sich die Bahn frei zu bekommen".

Luxuswagen liefern sich illegales Autorennen auf A7

Einige Autos mussten stark bremsen, um den Wagen nicht aufzufahren und einen Unfall zu verhindern. Als die Fahrbahn schließlich frei war, beschleunigten die Fahrer ihre Luxuswagen und lieferten sich ein Rennen. Mehrere Verkehrsteilnehmer wurden Zeugen der Aktion und meldeten sich über den Polizeinotruf.

In Höhe Neumünster konnte die Polizei die Verfolgung aufnehmen. Auf der A 215 in Fahrtrichtung Kiel wurden die beiden BMW schnell von einem Streifenwagen eingeholt. An der Abfahrt Blumenthal konnten die Polizisten die beiden Fahrer schließlich kontrollieren. Der Porsche schaffte es noch bis ins Stadtgebiet Kiel, dort wurde aber auch er schließlich von Polizeibeamten angehalten und ebenfalls kontrolliert.

Porsche und BMW liefern sich Rennen: Führerscheine beschlagnahmt

Die Führerscheine der drei 22, 24 und 26 Jahre alten Fahrzeugführer wurden beschlagnahmt, auch die Handys der Raser wurden einbehalten. Die Männer erwartet jetzt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eine Anzeige wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen.

Wie die Polizei mitteilte, sieht der Gesetzesgeber in solchen Fällen eine Strafe von bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder einer nicht unerheblichen Geldstrafe vor. Erst Ende April hatten sich Luxuswagen auf der A1 Richtung Hamburg immer wieder kleine Rennen geliefert und sich dabei gefilmt.

( hie )

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