Betrug

Hamburger Friseur nimmt falsche Corona-Testnachweise an

Wer sich beim Friseur die Haare schneiden lassen will, muss in Hamburg einen negativen Corona-Test vorlegen (Symbolbild).

Wer sich beim Friseur die Haare schneiden lassen will, muss in Hamburg einen negativen Corona-Test vorlegen (Symbolbild).

Foto: Arne Dedert / dpa

Mehr als 100 falsche Bescheinigungen lagen in dem Laden in St. Georg. Dort entdeckte die Polizei noch weitere Vergehen.

Hamburg. Bei einem Friseursalon an der Bremer Reihe in St. Georg sind mehr als 100 gefälschte Corona-Testbescheinigungen gefunden worden. Die Hamburger Polizei stellte auch andere Verstöße fest und hat den Salon daraufhin geschlossen.

Während einer Streife waren Polizisten auf den Salon „Baba Cut“ aufmerksam geworden. Im Geschäft wurden die Mindestabstände nicht eingehalten. Niemand trug die vorgeschriebene FFP2-Maske.

Falsche Testbescheinigungen bei Hamburger Friseur

Bei der anschließenden Kontrolle stießen die Beamten auf die Corona-Testbescheinigungen. „Es waren alles Kopien. 93 waren blanko, 33 mit Kundendaten ausgefüllt“, sagte ein Beamter. Die Bescheinigungen waren Kopien einer Bescheinigung aus einem Testzentrum in Bergedorf.

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Auch stellten die Beamten fest, dass die Einnahmen an der Steuer vorbeigeführt worden sein dürften. Die Kasse wurde jedenfalls nicht benutzt. Stattdessen wurden die Erlöse bar angenommen und nur auf einem Zettel vermerkt. Jetzt kümmert sich auch der Zoll wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung um den Laden, der von einem 30-Jährigen geführt wird. Nach dem Einsatz wurde das Geschäft geschlossen und versiegelt.

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( zv )

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