Henstedter Moor

Jugendliche verursachen Flächenbrand mit Campingkocher

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Christopher Herbst
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Henstedt-Ulzburg, Alveslohe und des Kreises waren stundenlang auf schwierigem Terrain im Einsatz.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Henstedt-Ulzburg, Alveslohe und des Kreises waren stundenlang auf schwierigem Terrain im Einsatz.

Foto: Kreisfeuerwehr Segeberg

Feuer im Henstedter Moor vernichtet 1,2 Hektar Naturschutzgebiet. Zwei 16-Jährige melden den Brand und gestehen ein Missgeschick.

Henstedt-Ulzburg. Ein Flächenbrand im Henstedter Moor hat in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag rund 1,2 Hektar des ökologisch wertvollen Naturschutzgebiets vernichtet. Der Alarm war abends um 21.45 Uhr bei der Leitstelle eingegangen. „Zwei Jugendliche hatten das Feuer gesehen und die Leitstelle West alarmiert“, sagte Kevin Behne, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes.

Was man um 21.45 Uhr noch nicht wusste: Die beiden 16-Jährigen waren auch die Verursacher. „Als sie sich mit einem Camping-Gaskocher Essen zubereiten wollten, kippte dieser um und löste das Feuer aus“, so Polizeisprecher Yannick Krieg. „Die Jugendlichen verhinderten jedoch schlimmeres, indem sie selbst unverzüglich die Feuerwehr riefen und bei Eintreffen von Polizei und Feuerwehr reumütig von ihrem Missgeschick berichteten.“ Gegen die Teenager wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

70 Feuerwehrleute im kräftezehrenden Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg, die Kreisfeuerwehr und die Alvesloher Wehr mussten mit 70 Feuerwehrleuten einen kräftezehrenden Einsatz bewältigen. Denn das Areal ist unwegsam, die Brandstelle befand sich rund 500 Meter abseits der Wanderwege, sodass die Feuerwehrleute einen Trampelpfad gehen mussten. Und das bei Dunkelheit. Dort brannten bei Eintreffen bereits ungefähr 800 Quadratmeter trockene Gräser. Da es hier keine Wasserversorgung gibt, musste über eine Strecke von 800 Metern vom Hydranten an der Wilstedter Straße eine Schlauchverbindung gelegt werden. Für die in schwerer Montur agierende Feuerwehr war das Terrain eine Herausforderung. Behne: „Es war im Dunkeln, man fällt in Moorlöcher, bricht in Wasserflächen ein.“

Parallel fuhr ein zweites Löschfahrzeug von der entgegengesetzten Seite an die Grenze des Moores, auch dort wurde eine Schlauchleitung – dann mit Unterstützung aus Alveslohe – gelegt. Gegen 0.30 Uhr wurde gemeldet, dass das Feuer gelöscht sei, wobei sich die Nachlöscharbeiten durch die Nacht zogen. „Und am Sonntag haben wir noch die Glutnester kontrolliert“, so Kevin Behne.

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