Hamburg-Harburg

Drogenhandel im Darknet: Zoll hebt Untergrundlabor aus

In dem Untergrundlabor fanden die Zollfahner diverse Substanzen zur Drogenherstellung.

In dem Untergrundlabor fanden die Zollfahner diverse Substanzen zur Drogenherstellung.

Foto: Zoll Hamburg

Fahnder haben in Harburg ein Amphetaminlabor entdeckt. Zwei Rauschgifthändler wurden festgenommen. Wie sie ihre Drogen verkauften.

Hamburg. Zollfahnder haben in Hamburg ein Amphetaminlabor entdeckt und zwei mutmaßliche Rauschgifthändler festgenommen. Gegen diese lagen Haftbefehle vor. Die Fahnder hätten am Dienstag drei Wohnungen und eine Geschäftsadresse in Hamburg sowie ein Objekt in Niedersachsen durchsucht, teilte der Zoll am Freitag mit.

In einer Wohnung in Hamburg-Harburg spürten die Zollbeamten ein Untergrundabor auf, in dem vermutlich Amphetamin hergestellt wurde. Insgesamt wurden 1,5 Kilogramm Amphetamin, zwei Kilogramm Haschisch und etwa zwei Kilogramm Marihuana sichergestellt. Außerdem wurden diverse zur Herstellung von Amphetamin geeignete Chemikalien und elektronische Beweismittel gesichert.

Im Darknet mit Drogen gehandelt

Die beiden Festgenommenen stehen im Verdacht, gemeinsam mit einem weiteren Tatverdächtigen im Darknet mit Drogen gehandelt zu haben. Das Rauschgift - den Ermittlungen zufolge Kokain, Amphetamin, Haschisch und Marihuana sowie Ecstasy-Tabletten - wurde per Post an die Empfänger versandt.

Im Zuge der Vermögensabschöpfung wurden bei den Beschuldigten ein Auto, ein Motorrad, ein Mobilheim und kleinere Mengen Bargeld und Schmuck gepfändet. Die Staatsanwaltschaft Hamburg pfändete zudem die Konten der beiden Männer. Der Staat darf das zu Unrecht erlangte Vermögen von Straftätern einziehen.

( dpa/bob )

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