Bahrenfeld

Retoure: Drogen-Paket wird Hamburger Dealer zum Verhängnis

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Ein Paket, das in Rumänien nicht zugestellt werden konnte, wurde einem mutmaßlichen Hamburger Dealer zum Verhängnis (Symbolbild).

Ein Paket, das in Rumänien nicht zugestellt werden konnte, wurde einem mutmaßlichen Hamburger Dealer zum Verhängnis (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Zoonar

Ein 38-Jähriger schickte ein Pakt mit brisantem Inhalt nach Rumänien. Doch die Sendung kam zurück. Nun sitzt er in U-Haft.

Hamburg. Wenn die Post ein Paket nicht zustellen kann, ist es immer von Vorteil, wenn der Absender gut leserlich auf der Sendung notiert wurde. Einem 38-jährigen mutmaßlichen Dealer aus Hamburg wurde es jetzt jedoch zum Verhängnis, dass das Paket dem vermeintlichen Absender zurückgeschickt wurde, da der Inhalt äußerst brisant war – darin befanden sich Drogen. Post verschicken kann der 38-Jährige nun vorerst nur aus dem Untersuchungsgefängnis.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen schickte der Mann im September 2020 ein Paket an eine Adresse in Rumänien, an die es jedoch nicht zugestellt werden konnte. Die Folge: Der Paketdienst lieferte es an den auf dem Adressaufkleber genannten Absender zurück. "Der vermeintliche Absender in Hamburg öffnete das ihm unbekannte Paket und fand darin Betäubungsmittel auf", sagte Polizeisprecher Thilo Marxsen am Mittwoch.

Paket mit Drogen verschickt – mutmaßlicher Dealer in U-Haft

Die „Ware“ brachte er anschließend zum Polizeikommissariat in Bramfeld. "Intensive Ermittlungen des Drogendezernates führten auf die Spur des 38-Jährigen als mutmaßlichen Drogenhändler", so Marxsen. Dieser Verdacht habe sich noch durch einen späteren Zeugenhinweis erhärtet.

Die Staatsanwaltschaft erwirkte schließlich Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung des Tatverdächtigen in Winterhude und auch für zwei weitere von ihm regelmäßig genutzte Wohnungen in Bahrenfeld und Eimsbüttel. Am Dienstag trafen die Beamten nun in der Wohnung in Bahrenfeld auf den 38-Jährigen und nahmen ihn fest. Marxsen: "Nach erkennungsdienstlicher Behandlung führten sie den Mann dem Untersuchungsgefängnis Hamburg zu." Ein Haftrichter erließ am Mittwoch einen Haftbefehl.

Bei den Wohnungsdurchsuchungen stellten die Ermittler eine scharfe Schusswaffe, etwa elf Kilogramm Marihuana, circa 300 Gramm Heroin, eine mittlere vierstellige Bargeldsumme, eine Geldzählmaschine und weitere Verpackungsutensilien sicher. Zudem wurde der hochwertige Audi des Tatverdächtigen sichergestellt und zum Verwahrplatz der Polizei gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

( coe )

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