Barmbek-Süd

Bewaffnete Mutter verschanzt sich mit Kindern – SEK-Einsatz

Polizei sollte dem Jugendamt des Bezirksamtes Mitte Amtshilfe bei Inobhutname von zwei Kindern leisten. Doch dann eskalierte die Situation.

Hamburg. In der Flüchtlingsunterkunft in der Heinrich-Hertz-Straße in Barmbek-Süd hat sich am Mittwochmittag eine Mutter mit ihren drei und sechs Jahre alten Kindern in einem Zimmer verschanzt. Sie zeigte sich dabei aggressiv und drohte mit einem Messer, teilte die Polizei mit.

Eine Spezialeinheit der Hamburger Polizei – die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) – war vor Ort, ebenso wie die Feuerwehr. "Der Einsatz begann um 11.55 Uhr", sagte Feuerwehrsprecher Torsten Wesselly. Höhenretter der Feuerwehr sicherten Fenster. Auch ein Rettungs- und Notarztwagen war vor Ort.

SEK-Einsatz: Frau drohte offenbar, ein Kind umzubringen

"Die Polizei sollte dem Jugendamt des Bezirksamtes Mitte Amtshilfe leisten", sagte Polizeisprecher Daniel Ritterskamp. Dabei ging es um eine geplante Inobhutname von zwei Kindern. Doch offenbar hat die Frau dann ein Messer an sich genommen. Nach weiteren Informationen des Abendblatts drohte die Frau zwischenzeitlich sogar, ein Kind umzubringen, falls die Polizei nicht abrücke.

Gegen 13.15 Uhr traf auch das SEK an der Heinrich-Hertz-Straße ein. Leichte Entwarnung gab es gegen 14.30 Uhr. Die Lage habe sich etwas beruhigt, sagte Ritterskamp am frühen Nachmittag. "Mitarbeiter des Bezirksamtes und des LKA sprechen nun mit der Frau durch die geschlossene Zimmertür." Dabei konnten die Mitarbeiter des Jugendamts deeskalierend auf die Mutter einwirken. "Nachdem die Tür von innen geöffnet wurde, konnten die Einsatzkräfte die Kinder in Obhut nehmen und dem Jugendamt übergeben sowie die Mutter festnehmen", teilte die Polizei abschließend auf Twitter mit. Um kurz vor 16 Uhr war der Einsatz beendet.

( coe/arg/lag )

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