Schleswig-Holstein

Frau rast in Bungalow in Ratekau – mit Baby im Auto

Eine Frau ist mit ihrem Wagen am frühen Morgen in einen Bungalow in Ratekau (Kreis Ostholstein) gekracht.

Eine Frau ist mit ihrem Wagen am frühen Morgen in einen Bungalow in Ratekau (Kreis Ostholstein) gekracht.

Foto: dpa picture alliance/Arne Jappe

Das im Haus wohnende Ehepaar steht unter Schock. Die Fahrerin war der Polizei bereits vor dem Unfall aufgefallen.

Ratekau. Eine 29 Jahre alte Frau ist mit ihrem Wagen komplett in einen Bungalow in Ratekau (Kreis Ostholstein) gekracht. In dem Auto saß auch ein elf Monate altes Kind, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten. Beide wurden am frühen Sonntagmorgen leicht verletzt und im Krankenhaus behandelt. Wie es zu dem Vorfall gegen 3.40 Uhr kam, war noch unbekannt. In welchem Verhältnis die Frau und das Kind stehen, blieb zunächst ebenfalls unklar.

Der Wagen mit dänischem Kennzeichen war nach Polizeiangaben über den Gehweg in die Hauswand gefahren. Im Gästezimmer blieb das Auto stehen. Das im Haus wohnende Ehepaar im Alter von 82 und 83 Jahren schlief zu diesem Zeitpunkt. Die Bewohner wurden seelsorgerisch betreut und kamen bei Verwandten unter, weil die Statik des Bungalows überprüft werden muss.

Nach Geisterfahrt: Frau rast in Bungalow in Ratekau

Knapp drei Stunden vor dem Vorfall in Ratekau war die Autofahrerin von anderen Verkehrsteilnehmern als Falschfahrerin auf der Autobahn 1 in Richtung Fehmarn gemeldet worden. Als Beamte kurze Zeit später ihren Wagen stoppten, hatte sie ihren Fehler bereits bemerkt, die Autobahn verlassen und war auf die korrekte Fahrbahnseite gewechselt, wie es weiter hieß. Die Frau gab der Polizei zufolge an, aufgrund der Dunkelheit die Auffahrten verwechselt zu haben.

Laut Polizei verliefen eine Alkoholkontrolle und ein Drogenschnelltest negativ. Weil kein Anlass zu Zweifeln an ihrer Fahrtüchtigkeit bestanden habe, sei der Frau nach Zahlung von 428,30 Euro als fälliges Bußgeld die Weiterfahrt erlaubt worden. Die Frau sollte noch am Sonntag zu dem Hergang des Vorfalls in Ratekau befragt werden.

( dpa )