Dramatische Rettungsversuche

61 Jahre alter Biker stirbt nach Unfall in Neugraben

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In Neugraben ist am Montagnachmittag ein 61 Jahre alter Bikder mit seinem Motorrad tödlich verunglückt.

In Neugraben ist am Montagnachmittag ein 61 Jahre alter Bikder mit seinem Motorrad tödlich verunglückt.

Foto: Andre Zand-Vakili

Der Motorradfahrer verlor offenbar auf dem Süderelbebogen die Kontrolle über seine Yamaha. Passanten kämpften um sein Leben.

Hamburg. Ein 61 Jahre alter Motorradfahrer ist am Montagnachmittag in Neugraben tödlich verunglückt. Nach Abendblatt-Informationen war der Biker bei Frühlingstemperaturen und sonnigem Wetter auf dem Süderelbebogen in Neugraben unterwegs, als er in einer langgezogenen Rechtskurve die Kontrolle über seine Yamaha verlor und stürzte.

Neben dem Motorradfahrer befuhr auf gleicher Höhe ein Nissan die Straße. Der Süderelbebogen wird zunächst mit zwei Fahrbahnen geführt, die sich jedoch später jedoch zu einer verjüngen. An dieser Zusammenführung geriet der Motorradfahrer plötzlich ins Schleudern. Der Fahrer des Nissans hielt nach dem Unfall kurz an, entfernte sich jedoch anschließend unerlaubt vom Unfallort. Die Yamaha rutschte noch mehrere Meter weiter über die Straße.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, erlitt der Fahrer des Motorrads durch den Aufprall lebensgefährliche Verletzungen. Passanten starteten bei dem leblosen Mann sofort Reanimationsversuche, anschließend kämpften Polizeibeamte um das Leben des 61-Jährigen und schließlich die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Am Ende waren alle Retter erfolglos. Der Mann verstarb am Unfallort.

Biker-Tod in Neugraben: Zeugen psychologisch betreut

Die Feuerwehr war mit 14 Kräften im Einsatz, Zeugen des Unfalls wurden psychologisch betreut. Bis ca. 22.30 Uhr blieb die Straße gesperrt.

Ein Sachverständiger wurde zur Rekonstruktion des Unfalls hinzugezogen, ein 3D-Laserscanner eingesetzt und ein Polizeihubschrauber fertigte aus der Luft Fotos von der Unfallstelle. Am Abend meldete sich zudem ein Autofahrer, der auch als Ersthelfer vor Ort gewesen war und übergab der Polizei privates Videomaterial.Nach der Auswertung dieses Materials ergaben sich Hinweise darauf, dass der Nissan-Fahrer und der Motorradfahrer wohl "mit überhöhter Geschwindigkeit und annähernd parallel" in die Fahrbahnverjüngung einfuhren.

Durch das Material konnte auch der 66-jährige Halter des Nissans ermittelt werden. Sein Auto wurde als Beweismittel sichergestellt.

Bei dem Unglück handelte es sich um den ersten tödlichen Motorradunfall in diesem Jahr in Hamburg. Die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes dauern an.

( zv/ced/hie )

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